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  • Kursinhalt: Wozu dient der Moodle-Kurs?

  • Chancen des Podcastings in der Lehre

    • Dies ist die Präsentation zur Vorlesung 'Pergament und Mikrofon. Podcasting in der germanistischen Mediävistik', die von Anika Meißner und Holger Kahle im Rahmen des Forschungskolloquiums 'Das Mittelalter vermitteln' an der Philosophischen Fakultät II der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Organisation: Prof.in Dr. Simone Schultz-Balluff) gehalten wurde.

      Die Vorlesung stellte das Konzept des Podcasts 'Pergament und Mikrofon' vor, präsentierte Chancen für die und Herausforderungen in der Lehre, reflektierte Aktivierungs- und Motivationspotenziale, gab Hinweise auf praktische Umsetzungsmöglichkeiten an der Universität und diskutierte seine Eignung für das Konzept 'forschenden Lernens'.

      Pergament und Mikrofon. Podcasting in der germanistischen Mediävistik von Anika Meißner und Holger Kahle, lizenziert unter CC BY 4.0. Ausgenommen davon sind Ausgenommen davon sind das Foliendesign, die Logos, die Schriftart und alle anders gekennzeichneten Elemente.

  • Voraussetzungen: Technik

  • Umsetzung: Produktion

    • Audacity ist ein Freeware-Soundbearbeitungsprogramm, über das man seine Podcasts einsprechen und nachbearbeiten kann. Das Programm funktioniert sehr intuitiv. Zu Audacity gibt es eine Vielzahl an Tutorials bei YouTube und so gut wie jede Frage wird durch eine kurze Google-Suche beantwortet. Wir empfehlen es daher nachdrücklich.

    • Das 'Tutorial: Podcast aufnehmen und schneiden mit Audacity (1/2)' ist ein einstiegsfreundliches, deutschsprachiges Tutorial für das kostenlose Audioaufnahme- und Schnittprogramm 'Audacity'. Weitere Details (zur Rauschunterdrückung, Lautstärkeanpassung usw.) finden sich in einem zweiten Teil des gleichen Kanals.
    • 'How to Record and Edit a Podcast in Audacity (Complete Tutorial)' ist ein sehr ausführliches englischsprachiges Tutorial für das kostenlose Audioaufnahme- und Schnittprogramm 'Audacity'.

    • Neben dem Freeware-Programm 'Audacity' ist mp3DirectCut eine weitere Freeware-Software, die es ermöglicht, unkompliziert Audiodateien zu schneiden. Es verfügt allerdings über deutlich weniger Optionen als Audacity und wird deutlich weniger genutzt als Audacity, was zu weniger Tutorials im Internet führt.

    • Das Tutorial 'Tutorial - Musik Schneiden (Für Anfänger)' bietet auch Podcaster:innen einen kurzen Überblick über die grundlegenden Funktionsweisen des Programms.

    • Falls man über kein Soundboard verfügt und bereits bei der Aufnahme vorhat, Soundänderungen vorzunehmen oder im Anschluss Equalizer hinzuzufügen, ist Soundbridge eine gelungene Alternative zu Audacity.

    • Das Videotutorial 'Soundbridge: kostenlose Audio Aufnahmesoftware für alle! | TechBoss | Deutsch | 2019' bietet eine ausführliche, aber nicht überladende Einführung in das Programm, das sich als Alternative zu Audacity etabliert hat.

    • Soundsnap ist eine Sound-Bibliothek, die knapp 370.000 Soundeffekte online verfügbar hat. Diese reichen von Hintergrundgeräuschen (Wetter, Umgebung usw.) über Soundbytes hin zu Soundeffekten. Als Lehrprojekt können Lehrende die Soundeffekte zu Bildungszwecken kostenlos herunterladen und verwenden.

  • Beispiele: Seminarpläne

    • Dies ist der Seminarplan zu einem Übung, die im Wintersemester 2020/2021 in der Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum von Anika Meißner und Holger Kahle durchgeführt wurde. Die Übung verstand sich als erste Annäherung an das Podcasting in der universitären Lehre und bildete die Grundlage für das nachfolgende Proseminar (s.u.). Mit den Studierenden wurde zu Beginn gemeinsam eine Reflexion des Mediums Podcast anhand ihrer Lieblingspodcasts durchgeführt, um die Breite des Präsentations- und Themenspektrums des Mediums darzustellen. Im Anschluss sollten die Studierenden einen eigenen Pitch für einen germanistisch-mediävistischen Podcast erarbeiten und einreichen. Verwandte Themen oder Präsentationsformen wurden daraufhin von den Dozierenden gruppiert und den Studierenden eine Zusammenarbeit vorgeschlagen. Zum Abschluss der Vorbereitungsphase wurden kursintern Bewertungskriteren für gute wissenschaftliche Podcasts erarbeitet und die Studierenden in insgesamt acht Gruppen aufgeteilt. Die folgenden Wochen erarbeiteten die Studierenden in enger Abstimmung mit den Dozierenden ein eigenes Podcast-Konzept und setzten dieses um. Zum Abschluss wurden die Podcasts von allen Seminarteilnehmer:innen rezipiert und schließlich ein Kurs-Feedback von Studierenden und Dozierenden in einer Abschlusssitzung gegeben. Aus der Übung gingen die Podcasts 'Stiftung Heldentest' und 'Von Maeren und Maegden' hervor, weitere Podcasts finden sich hier.

    • Dies ist der Seminarplan zu einem Proseminar, das im Sommersemester 2021 in der Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum von Anika Meißner und Holger Kahle durchgeführt wurde. Das Proseminar bot anhand eines germanistisch-mediävistischen Einzeltexts (Hartmann von Aue: Gregorius) eine Einführung in die literaturwissenschaftliche Arbeitsweise der germanistischen Mediävistik zu zentralen Forschungsfragen des Textes (Figurenkonzeption, Disputation, Kontingenz und Finalität, die Tafel des Gregorius), die von den Studierenden in Podcast-Projekten aufgearbeitet werden sollten und in einer anschließenden Sitzung vor dem Hintergrund der Seminardiskussion und Forschungslektüre kritisch diskutiert wurden.
  • Tools für die Einbindung in die digitale oder Hybridlehre

    • Zum Peer-Review:
      Das Peer-Review ist mit exemplarischen Fragen vorbereitet (siehe Datei) und dient in diesem Kontext als ein Feedback-Tool ohne Bewertung. Um es in Ihren Kurs zu integrieren, müssten Sie noch die Fristen anpassen. Auch eine Gruppenzuordnung bei größeren Gruppen ist denkbar. Dies geht alles in den Einstellungen des Peer-Reviews.

      Mögliche Beschreibung im Kurs:
      Das Peer-Review-Verfahren läuft in drei Schritten: Beschreibung, Analyse und Bewertung des Podcasts. Zu jedem Schritt erhalten Sie eine Reihe von Fragen, die Sie bitte für die Gruppe verständlich beantworten. Beachten Sie dabei bitte die Regeln des guten Feedbacks!
      Wichtig: In der Bewertung soll es vor allem um die konzeptionellen Punkte gehen. Wenn ein Podcast gelegentlich holprige Schnitte hat, liegt das eher an der Kürze der Bearbeitungszeit und sollte nicht zum ‚Todschlagargument‘ werden.

    • Das obere Peer-Review-Tool kann auch in analoger Form als Fragebogen in die Lerngruppe gegeben werden.

  • Beispielpodcasts

    • Das Podcast-Projekt der Ersteller:innen dieses Moodle-Kurses, das Podcast-Projekte von Dozierenden und Lehrenden der germanistischen Mediävistik umfasst.

    • Der Wissenschaftspodcast Hinter den Dingen macht Museumsobjekte zum Ausgangspunkt akustischer Reisen in die Wissensgeschichte der Vormoderne. In jeder Folge werden die Geschichten, die einem speziellen Objekt anhaften, von den Wissenschaftler:innen des SFB 980 erzählt.

    • Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! Irmimi erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Stories zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Handschriften sind mehr als beige Fetzen – sie sind Boten der Vergangenheit!

    • Der Podcast des SPP 2130 'Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit'

    • Eine Auseinandersetzung mit Erzählstrukturen der Heldenreise mit Rekurrenz auf berühmte Erzählungen.

  • Literaturauswahl zum Podcasting