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Deutschland ist nicht nur empirisch, sondern auch narrativ zu einem Einwanderungsland geworden“, schreibt die Soziologin Naika Fourutan 2015. Die deutsche Gesellschaft sei postmigrantisch, das heißt: Von Migration durchdrungen und durch Migration bestimmt – und gleichzeitig in der Diskussion, was dies bedeute und was daraus für Gegenwart und Zukunft folgt.

Im Hauptseminar verfolgen wir die Frage, was eine Literaturdidaktik für die postmigrantische Gesellschaft sein könnte und wozu es sie braucht. Des Weiteren befassen wir uns mit Literatur, die exemplarisch für eine solche Didaktik steht. Wir lesen und diskutieren: Dmitrij Kapitelmans Roman ‚Eine Formalie in Kiew‘; Fatma Aydemirs Roman ‚Dschinns‘, der im Moment Teil des Deutschabiturs in Hamburg ist; Bezad Karim Khanis in Bochum spielenden Roman ‚Als wir Schwäne waren‘. Hinzu kommen theoretische Texte.

Alle Romane sind als Taschenbücher erhältlich. ‚Als wir Schwäne waren‘ läuft als Theaterinszenierung im Bochumer Prinz-Regent-Theater, was wir im Rahmen des Seminars besuchen wollen.

Für die Kreditierung ist neben regelmäßiger Teilnahme eine kleinere schriftliche Leistung zu erbringen. Im Seminar kann das Forschungsprojekt fürs Praxissemester angesiedelt werden.

Nähere Informationen erhalten Teilnehmer:innen vor Seminarbeginn per E-Mail.

Teilnahme durch Anmeldung über eCampus und das übliche Zuteilungsverfahren.

Semester: WiSe 2026/27
Selbsteinschreibung (Teilnehmer/in)
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