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Das Seminar widmet sich der Darstellung von Kriegserfahrungen in der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen Romane, Erzählungen und Theaterstücke, in denen Krieg nicht nur als historisches Ereignis verstanden wird, sondern als ästhetisch geformtes, medial vermitteltes und gesellschaftlich wirksames Phänomen. Anhand ausgewählter Texte wird gezeigt, wie literarische Verfahren die Wahrnehmung von Gewalt, Leid und Solidarität strukturieren. Nicht aus dem Blick gerät dabei, dass so allgegenwärtig der Krieg in der Geschichte – und in unserer Gegenwart – auch ist, es in Kriegszeiten stets Versuche der Schlichtung und Begrenzung gibt: Akteure, denen die Vermittlung zwischen Kriegsparteien aufgetragen wird, Kulturtechniken, die Eskalationen eindämmen sollen, und nicht zuletzt literarische Texte, deren Anspruch darin besteht, durch die Schilderung von Gräueltaten eine Imagination des Leids zu evozieren. Behandelt werden unter anderem Werke von Heinrich von Kleist, E.T.A. Hoffmann, Theodor Fontane, Ernst Jünger, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Wolfgang Borchert, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek und Clemens J. Setz. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein Blockseminar, das vom 26. bis 29. Mai 2026 stattfindet. Die Teilnahme an allen Blocktagen sowie an der Vorbesprechung ist verpflichtend. Zudem ist die fristgerechte Erledigung der vor dem Blocktermin gestellten Arbeitsaufgaben Voraussetzung für die Teilnahme am Block.

Semester: SoSe 2026
Organisationseinheit: Fakultät für Philologie
Selbsteinschreibung (Teilnehmer/in)
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