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Dokumentarfilme zielen auf Wahrheit. Das unterscheidet sie von Spielfilmen, die nicht in gleicher Weise wie jene einen „truth claim" (Bill Nichols) voraussetzen. Mockumentary ist eine filmische Form, die zwischen den beiden Gattungen angesiedelt ist, handelt es sich bei ihr in der Regel doch um einen Spielfilm, der sich als Dokumentarfilm ausgibt, was auch als „hostile appropriation" (Roscoe/Hight) beschrieben worden ist. Damit fordert der Mockumentary die ohnehin schwierige Unterscheidung zwischen Dokumentarischem und Fiktionalem, die Dokumentar- und Spielfilme wiederum auf je eigene Weise prägen, heraus.

Mockumentaries treten darüber hinaus nicht zufällig in den letzten 30 Jahren vermehrt auf, sind sie doch Symptom und Gestaltung einer Krise der Wahrheit, da sie mit ihrem „Undoing Truth" (Juhasz/Lerner) auf die gegenwärtige postfaktische Gesellschaft verweisen und die Fragen nach Evidenz und Fälschung epistemisch, gesellschaftlich und ästhetisch herausfordern und ggf. neu zu ordnen vermögen. Im Seminar wollen wir die Analyse und Diskussion mit Mockumentaries als filmischer Form zwischen Dokumentieren und Fingieren führen und die Problemzonen und Paradoxien der Post-Truth-Gesellschaft ausloten. Das Seminar enthält obligatorisch die Sichtung eines Films.

Semester: ST 2026
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