Opzioni di iscrizione

So wie das Deutsche Bergbau-Museum Bochum im Jahr 1927 den Beschluss fasste, ein Bergwerk zu Anschauungszwecken zu bauen, gründete die Universität Köln mit dem Barbarastollen ein ebensolches im Jahr 1933.

In beiden Fällen verfolgte man die Zielsetzung, Studierenden bergbaubezogene Zusammenhänge anschaulich und begreifbar zu machen. Im Falle des Deutschen Bergbau-Museums fokussierte man auf Industriepartner sowie angehende Bergbauingenieure der benachbarten Bergschule (heute Technische Hochschule Georg Agricola). In Köln sollten in dem 1909 an der Handelsschule entstehenden Museum für Handel und Industrie unterrichtsbegleitend grundlegende Zusammenhänge der Wirtschaft vermittelt werden.

Während das Deutsche Bergbau-Museum Bochum heute insbesondere wegen seines Anschauungsbergwerkes Publikumsmagnet der Besuchenden ist, ist der Barbarastollen in Köln nur im Rahmen von Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich. In beiden Fällen geht es um die Vermittlung von Wissen an Fachleute und Öffentlichkeit.

Das Lernen und Lehren nutzt für diese Studienzwecke räumlich begehbare Kontexte. Um die Bedeutung begehbaren Bergwerken für unsere Gegenwart zu verstehen, bedarf es des Verstehens von musealem Transfer.

Die Lehrveranstaltung geht daher am Beispiel der begehbaren Bergwerke von Bochum und Köln der Frage nach, welche inhaltlichen und szenographischen Möglichkeiten musealen Transfers genutzt wurden und werden und was – vor dem Hintergrund sich verändernder Erwartungshaltungen von Besuchenden strategische Überlegungen für eine zukünftige Gestaltung sein können.  

Die Lehrveranstaltung findet im Deutschen Bergbau-Museum Bochum sowie im Barbarastollen in Köln (Albertus-Magnus Platz, 50931 Köln) statt. Sie richtet sich an alle Semester. Von den Teilnehmenden wird eine aktive Beteiligung erwartet, die Bereitschaft für Präsenz in Bochum und Köln sowie für die Anfertigung einer schriftlichen Ausarbeitung.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die unterschiedlichen Rohstoffe in ihrer kulturhistorischen Bedeutung kennenzulernen, sowie die Studierende anhand ausgewählter Rohstoffe in die Lage zu versetzen, Kriterien zu entwickeln und anzuwenden, um über Rohstoffe und ihren Gebrauch kritisch zu reflektieren, d.h. zu sprechen und zu schreiben.

Literatur

  • Heimbüchel, Bernd/Pabst, Klaus: Kölner Universitätsgeschichte, Band 2: Das 19. und 20. Jahrhundert, Köln u. a. 1988, S. 526-529.
  • Die neue Universität Köln mit ihren Instituten und Seminaren, Köln 1938, S. 41-44.
  • Bieroth, Ella: Schau westdeutscher Wirtschaft. Universitätsneubau Köln-Lindenthal, Köln 1933. Universität Köln 1919-1929, Köln 1929, S. 116-118.
  • http://arbeitsmedizin.uk-koeln.de/das-institut/der-barbarastollen
  • Farrenkopf, Michael und Ganzelewski, Michael: Das Wissensrevier. 150 Jahre Bergbauforschung und Ausbildung bei der Westfälischen Berggewerkschaftskasse / DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung. Band 2. Katalog zur Sonderausstellung, Bochum 2014.
  • Moitra, Stefan, Das Wissensrevier. 150 Jahre Bergbauforschung und Ausbildung bei der Westfälischen Berggewerkschaftskasse / DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung. Band 1. Die Geschichte einer Institution, Bochum 2014.
  • Müller, Siegfried: Das Anschauungsbergwerk. In: Slotta, Rainer (Hrsg.), 75 Jahr Deutsches Bergbau-Museum Bochum (1930 bis 2005). Vom Wachsen und Werden eines Museums. Band 2, Bochum 2005, 512–586.
  • https://www.bergbaumuseum.de/besuch/ausstellung/anschauungsbergwerk
Semester: ST 2026
Organisationseinheit: Fakultät für Geschichtswissenschaften
Iscrizione spontanea (Teilnehmer/in)
Iscrizione spontanea (Teilnehmer/in)