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Sport ist soziale Institution, kulturelles Symbolsystem und körperliche Praxis, in der Geschlechterordnungen hergestellt, stabilisiert und herausgefordert werden. Insbesondere Männlichkeit(en) werden in sportlichen Praktiken, Institutionen und medialen Repräsentationen verhandelt. Ausgehend von sportsoziologischen und gender-theoretischen Perspektiven fragt dieses Seminar nach den vielfältigen Verbindungen von Sport, Körper, Männlichkeit(en) und/in Medien.
Nach einer Einführung in zentrale Ansätze der Sportsoziologie sowie in Konzepte der Männlichkeitsforschung untersuchen wir anhand ausgewählter Sportarten und Körperpraktiken unterschiedliche Formen und Medialitäten von Männlichkeit. Neben hegemonialen Männlichkeiten stehen auch marginalisierte und nicht-normative, queere, rassifizierte und dis/abled Perspektiven auf sportliche Körper und Performanzen im Fokus. Dabei wird Sport auch als Medium verstanden, in dem Geschlecht, Macht und soziale Ungleichheit sichtbar und verhandelbar werden.
Darüber hinaus richtet das Seminar den Blick auf aktuelle Entwicklungen im Spannungsfeld von Körper, Technologie und Ökonomie. Wir diskutieren die zunehmende Verdatung und damit einhergehende Überwachung und Disziplinierung des Körpers, Fragen der Leistungsoptimierung sowie die Rolle kapitalistischer Logiken im professionellen Sport. Auch räumliche Dimensionen – etwa die Architektur und Infrastruktur von Sportstätten – werden als Teil medialer und vergeschlechtlicher Ordnungen analysiert.
Methodisch verbindet das Seminar die Analyse medialer Repräsentationen von Sport mit der Medialisierung von Körpern und der Diskussion medien-/kulturwissenschaftlicher Studien. Ziel ist es, Sport als komplexes Feld zu verstehen, in dem Gender, Körper, Medien und gesellschaftliche Machtverhältnisse ineinandergreifen.

Semester: SoSe 2026
Selbsteinschreibung (Teilnehmer/in)
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