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Am Beginn der Geschichte der Neuzeit stand – im Kontext der Revolutionen des späten 18. Jahrhundert – die Annahme, dass eine ‚neue Zeit‘ angebrochen sei. Was war oder ist also die ‚Neuzeit‘? Was ist oder war die ‚Moderne‘? Welche spezifischen Zeitvorstellungen werden damit verbunden? Was bedeuten Formen von Beschleunigung, Zukunftsorientierung oder Gleichzeitigkeiten des Ungleichzeitigen für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts? Kann man die neuzeitliche Geschichte, etwa anhand klassischer Zäsuren wie denen von 1789, 1914, 1945 oder 1989, in verschiedene Perioden einteilen? Spiegeln derartige Modelle von Zeitlichkeiten und Periodisierungen eurozentristische Annahmen wider? In diesem Oberseminar werden wir uns, erstens, mit geschichtswissenschaftlicher Literatur zu Zeit und Zeitlichkeiten (etwa Reinhart Koselleck) befassen, und, zweitens, verschiedene Synthesen zur neuzeitlichen Geschichte (etwa Jürgen Osterhammel oder Holly Case) und die dabei vorgeschlagenen Modelle von Zeit, Zeitlichkeiten und Periodisierung diskutieren. Wir befassen uns mit den Transformationen neuzeitlicher Zeitregime, und nutzen Überlegungen zu Zeit und Zeitlichkeiten als Ausgangspunkt, um Epochengrenzen und Periodisierungsmodelle kritisch zu befragen.

Semester: ST 2026
Organisationseinheit: - Kurs gehört nicht zu einer Lehrveranstaltung -
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