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Jamaika entwickelte sich zwischen dem späten 15. und frühen 19. Jahrhundert von einer spanischen Randkolonie zu einem zentralen Pfeiler des britischen Empire. Das Seminar untersucht diesen tiefgreifenden Wandel aus einer transkulturellen Perspektive: von der spanischen Eroberung und der Vernichtung indigener Gesellschaften über die Transformation zur Plantagen- und Sklavenwirtschaft bis hin zu Formen antikolonialen Widerstands. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Geschichte der versklavten afrikanischen Bevölkerung und den sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturen der Sklaverei im atlantischen Kontext. Zudem beleuchtet das Seminar Jamaikas Rolle als Knotenpunkt imperialer Konkurrenz und globalen Handels. Anhand von Primärquellen (u. a. Tagebücher, Reiseberichte, Verträge, Zeitungen, Runaway Slave Ads) und aktueller Forschung wird Jamaika als ein zentraler Schauplatz kolonialer Gewalt und transatlantischer Verflechtungen analysiert.

Da die Quellen und der Großteil der Fachliteratur auf Englisch verfasst sind, werden gute Englischkenntnisse verlangt. Unterrichtssprache ist Deutsch.

Semester: SoSe 2026
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