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Medizinische Forschung und gesundheitliche Versorgung stehen heute unter beschleunigten Bedingungen in einer pluralisierten Gesellschaft. Damit gehen neue bioethische Konfliktfelder einher, die einer methodengeleiteten ethischen Reflexion bedürfen: der Umgang mit Grenzsituationen im medizinischen und pflegerischen Alltag, Fragen von Schuld, Scham und Verantwortung, Formen struktureller und personaler Gewalt, kultursensible Gesundheitsversorgung, hohe Arbeitsverdichtung und Fachkräftemangel, hierarchische Strukturen und Machtasymmetrien, eine wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen sowie Defizite in Finanzierung und Infrastruktur. Hinzu tritt der grundlegende Paradigmenwechsel von einer paternalistisch geprägten Patientenfürsorge hin zur Betonung von Patientenautonomie.

Das Seminar führt in zentrale Fragestellungen der Bioethik ein und vermittelt grundlegende ethische Begründungsmodelle auf Basis der christlichen Anthropologie. Anhand ausgewählter Fallbeispiele werden normative Konflikte analysiert und ethische Urteilsbildung eingeübt. Ziel ist es, zu einer reflektierten, verantwortungsbewussten und professionssensiblen Beurteilung bioethischer Herausforderungen zu befähigen.

Semester: ST 2026
Iscrizione spontanea (Teilnehmer/in)
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