Am 26.
April 2026 jährt sich zum 40. Mal die Reaktorkatastrophe von Tschornobyl.
Abgesehen von den physischen Folgen (die zahlreichen Opfer der
Strahlenkrankheit, der Fallout in Europa, die Evakuierung ganzer Landstriche
und die Einrichtung einer Sperrzone) hat der offizielle Umgang mit der
Katastrophe maßgeblich zum Zerfall der Sowjetunion beigetragen. Die
Geisterstadt Pripjat - zunächst zunächst ein El Dorado der Urbex- und
Stalkerbewegung – wurde später zu einem Premiumziel des massenhaften dark
tourism. All dies ist medial in verschiedenen Genres (Journalismus,
Populärkultur, Wissenschaft) breit dokumentiert. Der russische Angriff auf die
Ukraine, der auch vor dem Sperrgebiet nicht halt machte, hat die Katastrophe
zudem wieder in den Fokus der Nachrichten gerückt. Wir wollen den Jahrestag zum
Anlass nehmen, um das Ereignis, seine Rezeption und seine Folgen anhand
exemplarischer Materialen noch einmal kritisch in den Fokus zu nehmen.
- Kursleiter/in: Ulrike Goldschweer