"Hörbar mehr lernen – Podcasts & Audioformate in der Hochschullehre"
37. Runde - Sommersemester 2026
Hier finden Sie die Kurzbeschreibungen der Gewinnerprojekte:
Methoden Talk – Vorlesung mal andersÂ
»Dr. Katja (Ekaterina) Serova, Aaron RĂĽthÂ
» Institut fĂĽr ErziehungswissenschaftÂ
Das Projekt „Methoden Talk“ ermöglicht Studierenden einen lebendigen, authentischen und praxisnahen Zugang zu empirischen Forschungsmethoden. Forschende des Instituts fĂĽr Erziehungswissenschaft sind als Gast in einem Talkshow-Format eingeladen. Die Themen orientieren sich an Knotenpunkten der empirischen Forschungsmethodik. Dabei teilen die Gäste ihre methodischen Erfahrungen aus der Forschungspraxis mit Studierenden, indem sie auch auf Unerwartetes sowie Fehlentscheidungen eingehen. Aufmerksamkeitsstarke Titel wie „Versuch macht klug!“, entsprechen dem Talkshow-Format. Die Methoden Talks werden aufgezeichnet und den Studierenden als Podcasts zur VerfĂĽgung gestellt. In jedem Semester werden neue Methoden Talks gemeinsam mit Studierenden konzipiert, durchgefĂĽhrt und aufgezeichnet. Die Studierenden schlagen Themen vor, empfehlen Gäste und bringen eigene Fragen mit ein.Â
Schlaf gut RUB – ein Podcast über Schlaf und mentale Gesundheit
»Dr. Rebekka Heinen
» Fakultät für Psychologie, Entwicklungspsychologie und Deutsches Zentrum für psychische Gesundheit (DZPG)
Im Rahmen des Projekts „Schlaf gut RUB“ soll ein Podcast zu Fragen und Mythen rund um das Thema Schlaf und dessen Einfluss auf unser Wohlbefinden entwickelt werden. Jede Folge beleuchtet einen Themenbereich aus psychologischer Perspektive, dabei werden wissenschaftliche Studienlagen erklärt, Interviews mit Forscher*innen geführt sowie O-Töne implementiert und praktische Tipps zum Thema Schlaf gegeben. In einem Seminar der Psychologie werden Podcasts als Medium zum Wissenstransfer eingesetzt. Zusätzlich produzieren die Studierenden im Rahmen des Seminars eigene Podcast-Folgen. Mithilfe des Podcastformats werden diverse Kompetenzen vermittelt, wie wissenschaftliche Recherche, Wissenschaftskommunikation, Darstellung komplexer Zusammenhänge sowie Vortragstechniken. Im Seminar werden die Studierenden in Gruppen eingeteilt. Es erfolgt eine Einführung in die Podcasterstellung, in der die Studierenden unter anderem Kenntnisse zur Erstellung von Skripts, zur Aufnahme und zum Schnitt erlangen. Perspektivisch soll ein offener Moodle-Kurs für alle Studierenden und Mitarbeitenden der RUB eingerichtet werden, in dem alle Podcastfolgen, Begleitmaterialien sowie Übungen zum Thema Schlaf geteilt werden. Basierend auf dem Feedback des Moodle-Kurs werden dann im folgenden Semester die Themen der neuen Podcastfolgen ausgewählt.
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Hot Cases – Verbrennungen in der Notfallversorgung
»Dr. med. Sonja Verena Schmidt, PD Dr. med. Christoph Wallner, Dr. med. Marius Drysch
» Medizinische Fakultät, Plastische ChirurgieÂ
Mit dem Projekt „Hot Cases – Verbrennungen in der Notfallversorgung“ soll eine sechsteilige fallbasierte Podcast-Serie entwickelt werden, die Studierenden zentrale Kompetenzen zur initialen Versorgung von Patient*innen mit thermischen Verletzungen vermittelt. Obwohl es sich bei Verbrennungen um ein klinisch hoch relevantes Thema handelt, wird es im Medizinstudium häufig vernachlässigt. Vermittelt werden Kompetenzen aus der Notfallmedizin, Chirurgie sowie der Intensivmedizin. Medizinstudierende erhalten durch die Podcast-Serie eine niedrigschwellige Aufarbeitung des Themas: Jede 15-minütige Folge vereint einen Wissensteil mit einem interaktiven Fallbeispiel, in dem die Studierenden in diagnostische und therapeutische Entscheidungen eingebunden werden. Die Einbindung der Podcasts erfolgt im Rahmen eines  Blended-Learning-Konzepts in bereits bestehende Lehrformate. Sie dienen der Vorbereitung oder Vertiefung in Fallseminaren und können im „Unterricht am Krankenbett“ eingesetzt werden. Ziel ist die systematische Förderung der Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung, indem die Entwicklung klinischen Denkens im Vordergrund steht. Das Podcast-Format ermöglicht selbstgesteuertes, orts- und zeitunabhängiges Lernen. Perspektivisch ist vorgesehen, Studierende in die Konzeption und Produktion der Audioformate einzubinden, um ihre Kompetenzen in der strukturierten Fallanalyse, der evidenzbasierten Argumentation und der Wissenschaftskommunikation gezielt zu fördern.
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Lab Next Door
»Dr. Carsten Brenner, Dr. Maxim Cherkashin, Navina Kleemann
» ETIT
Im Rahmen des Projekts „Lab Next Door“ soll ein Podcast entstehen, der Einblicke in die Labore der RUB ermöglichen soll, an keine bestimmte Lehrveranstaltung gebunden ist und sich an Studierende aller naturwissenschaftlichen Fächer richtet. In der Podcastreihe soll allgemein ĂĽber Wissenschaft, Technologie sowie die Menschen, die in den Laboren tätig sind, gesprochen werden, um ihre Arbeit sichtbar oder besser „hörbar“ zu machen. DarĂĽber hinaus soll es AnknĂĽpfungspunkte zu den Lehrveranstaltungen der RUB geben, indem Labore besucht, die Funktionen optischer Geräte erklärt sowie Einblicke in wissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen gegeben werden. Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, ergänzende Informationen zu bereits bestehenden Vorlesungen bereitzustellen und Studierenden dabei zu helfen, größere Zusammenhänge zu verstehen. Alle drei Wochen wird eine Episode veröffentlicht, in der die Funktionen der vorgestellten Geräte und Anwendungen identifiziert, mit bereits vorhandenem Wissen verknĂĽpft sowie Zusammenhänge zwischen Optik, Photonik und anderen Fachgebieten wie Biologie, Medizin, Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie verdeutlicht werden. DarĂĽber hinaus wird die Lehre digital unterstĂĽtzt, indem zusätzliches Material sowie Möglichkeiten zur SelbstĂĽberprĂĽfung und Zusammenarbeit in einem offenen Moodle-Kurs zur VerfĂĽgung gestellt werden. Das Feedback der Zuhörenden, die Ergebnisse der Selbsttests sowie die Interaktion mit dem Publikum werden kontinuierlich im Moodle-Kurs ausgewertet.Â