Willkommen in Trakehnen
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Trakehnen, Herbst 1927.
Über dem alten Gestüt liegt feuchter Nebel, und der Wind treibt das Laub über die Wege zwischen Stallungen, Archiv und Herrenhaus. In den Registern des Hauses ist später nur knapp von einer Sturmnacht, beschädigten Unterlagen und einem Zwischenfall im Stall die Rede. Doch hinter diesen nüchternen Bemerkungen verbirgt sich ein Geheimnis, das weit über einen gewöhnlichen Verlust hinausgeht.
In derselben Nacht verschwindet auch das Hauptzuchtbuch der Linie.
2026
Jahrzehnte später wird bei der Sichtung alter Bestände ein Koffer mit Dokumenten entdeckt: Briefe, Protokolle, Stammbaumfragmente und persönliche Aufzeichnungen. Viele Seiten sind beschädigt, manche unvollständig, andere offenbar bewusst versteckt worden. Im Zentrum der Geschichte steht der Hengst Tempelhüter, dessen Linie im Gestüt hohes Ansehen genoss. Alte Notizen deuten jedoch darauf hin, dass nicht Tempelhüter allein von Bedeutung war, sondern vor allem einer seiner Nachkommen: ein junger Hengst, der in frühen Vermerken noch auftaucht, dann aber plötzlich aus den Unterlagen gelöscht ist. Ihre Aufgabe ist es, die Ereignisse jener Nacht zu rekonstruieren und herauszufinden, was mit dem verschwundenen Nachkommen Tempelhüters geschah.

