Race, Grenzen und Technologie vermitteln Unterscheidungen zwischen Innen und Außen, globale Ungleichheiten und Hierarchien menschlichen Lebens. Dieser Kurs führt Teilnehmende in grundlegende Konzepte und Themen der Grenzforschung ein. Die Studierenden lernen, die Wechselwirkungen zwischen race, Grenzen und Technologie zu verstehen, und gewinnen Einblicke darin, wie bestimmte Technologien dazu dienen, Menschen und Räume zu identifizieren, zu kontrollieren, und zu überwachen. Wir konzentrieren uns auf bestimmte Technologien, darunter biometrische, visuelle, akustische und algorithmische Technologien. Zu unseren Kursmaterialien gehören Texte aus den Medienwissenschaften, der Science and Technology Studies, Geografie, Anthropologie, Politikwissenschaft sowie die Arbeiten von Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Aktivist*innen. Die Materialien decken eine Vielzahl von geografischen Regionen ab. Anhand unserer Lektüre und konkreten Fallbeispielen werden wir uns Grenzen sowohl als territoriale Abgrenzungen als auch als interne Grenzen in Form von Asylverfahren, Abschiebungshaft, und Arbeitsmigration widmen. Ausgehend von einem umfassenden Verständnis von Technologie lernen wir, Technologien nicht nur als Werkzeuge zu betrachten, sondern als eingebettete soziale und politische Phänomene, und damit die vermeintliche Neutralität von Technologien hinterfragen. Dabei werden wir nicht nur darauf achten, wie Grenzen kontrolliert werden, sondern auch untersuchen, wie Grenzen durch Kämpfe um Bewegungsfreiheit in Frage gestellt werden und wie diese Kämpfe hegemoniale und rassifizierte Hierarchien ins Wanken bringen können. Die Prüfungsleistung beinhaltet die Moderation der Diskussion eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.

Semester: SoSe 2026