
| Zeit ist für Erziehung nicht nur eine Rahmenbedingung, sondern eine ihrer grundlegenden Dimensionen. Pädagogisches Handeln vollzieht sich stets in der Gegenwart, ist von der Vergangenheit geprägt und auf die Zukunft gerichtet. Das Seminar untersucht Zeitlichkeit als zentrales Moment von Bildung und Erziehung in historischer, generationeller und erfahrungsbezogener Perspektive.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Verhältnis der Generationen, nach Tradition und Zukunftsverantwortung sowie nach gesellschaftlichen Zeitphänomenen wie Beschleunigung, Langeweile und Muße. Darüber hinaus wird Zeit nicht nur als Bedingung, sondern auch als pädagogisches Gestaltungsmittel in Lehr- und Lernprozessen thematisiert. Abschließend reflektiert das Seminar Bildung und Erziehung selbst als zeitliche Prozesse – etwa als Reifung, Verzögerung oder Einübung in Zeitlichkeit. |
- Kursleiter/in: Tugce Kalayci-Warnecke
Semester: ST 2026