Wozu in die Ferne schweifen? Für die einen ist der Weg das Ziel, anderen ist das Reisen beschwerlich, wieder andere reisen nur in Gedanken, und für manche liegt der Reiz des Reisens darin, dass man selten dorthin gelangt, wohin man eigentlich will. In jedem Fall gilt: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ (Matthias Claudius). Im Proseminar werden die vielfältigen Weisen des Erzählens von und auf Reisen in antiken Texten in vergleichenden Lektüren von griechischen und lateinischen Werken untersucht. In welchen Gattungen wird gereist, wohin und zu welchem Zweck (Forschung, Abenteuer, Geschäfte, Religion)? Welche Reisen sind metaphorisch zu lesen, welche sind imaginiert, welche wirklich passiert? Ein Fokus liegt auf den Erzählformen, den Erzählerfiguren und den Wirkungen von antiken Reiseberichten auf ihre RezipientInnen.
- Kursleiter/in: Manuel Baumbach
- Kursleiter/in: Franziska Hirth