Sie ist „bewundert viel und viel gescholten“ (Goethe), Opfer für die einen, Täterin für andere: Helena, die (un)schuldige Auslöserin des trojanischen Krieges. Im Hauptseminar werden unterschiedliche epische, historische, dramatische, lyrische und rhetorische Erzählungen über Helena verglichen und mit Blick auf die Ambivalenz ihrer Darstellungen, den mit ihr verbundenen Geschlechter- und Machtdiskursen, der Ästhetik des Schönen und der Arbeit am Mythos verglichen. Ein besonderer Fokus gilt der nachantiken künstlerischen und literarischen Rezeption, über den die Figur immer wieder neu und anders lesbar wird.

Semester: ST 2026
Organisationseinheit: Fakultät für Philologie