Die ideale Trennung zwischen Körper und Geist, wie sie René Descartes zugeschrieben wird, funktioniert nur in der Theorie. Doch so wenig sie der Alltagserfahrung entspricht, so einflussreich ist diese Idee für das Verständnis von Literatur und intellektuellem Leben. Besonders das 20. Jahrhundert ist geprägt von Versuchen, diese Trennung zu unterlaufen und oder zu synthetisieren. Im Seminar werden wir Texte von Judith Butler, Stacy Alaimo, Klaus Theweleit, Luce Irigaray, Gilles Deleuze und Félix Guattari, Jack Halberstam, Eve Kosofsky Sedgwick und anderen lesen, um dem Verhältnis von Körper und Text, Körper und Welt und den Praktiken auf die Spur zu kommen, wie wir Körper und körperliche Funktionen/Reaktionen/Grenzen in der literaturwissenschaftlichen Praxis und Theorie (nicht nur) mitdenken können.

Semester: ST 2026