Das HS widmet sich der über tausendjährigen Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland, die von Phasen des Krieges und der Verfolgung, aber auch vom friedlichen Zusammenleben, Nachbarschaft und kulturellem Austausch geprägt ist. Ziel des HS ist es, diese reiche und wechselvolle Geschichte zu erfassen und die weit verstreuten Spuren dieser Gemeinschaft (Polonia) sichtbar zu machen. Das HS gliedert sich entlang der historischen Zeitschnitte, die die Geschichte der Polen in Deutschland strukturieren:
- vornationales Zeitalter (Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert)
- nationales Zeitalter (18. Jahrhundert bis 1989)
- Migration der Eliten
- Massenmigration und Industrialisierung
- Die Rolle der Stadt Bochum, die zeitweise als "Hauptstadt der Polenbewegung" galt.
- Kämpfe und Überleben: Die Phase der Weimarer Republik, in der die Polen den Status einer ethnischen Minderheit erlangten, bis hin zur Verfolgung und Vernichtung während des NS-Regimes.
- Nachkriegszeit: Die Rolle der polnischen Displaced Persons (DPs), der Spätaussiedler und der politischen Emigranten (wie der Solidarnosc-Emigration) in der geteilten Bundesrepublik.
- postnationales Zeitalter (nach 1990): Die Polen in Deutschland heute, ihre hybriden und multiplen Identitäten und ihr weitreichender Beitrag zur wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands.
- Kursleiter/in: Sinan Cakir
- Kursleiter/in: Marius Ebener
- Kursleiter/in: Krzysztof Ruchniewicz
Semester: SoSe 2026