
Die Offenbarung des Johannes, das letzte Buch des biblischen Kanons, hat als apokalyptischer Text das Christentum seit je in besonderer Weise fasziniert, ebenso jedoch auch verunsichert. Wie geht man mit all den Bildern von Gericht und Zerstörung um, welches die Visionserzählungen der Offenbarung entfalten? Wie hängen z.B. die Visionen von den vier apokalyptischen Reitern, von den drei satanischen Tieren, der „Hure Babylon“, von einem tausendjährigen Reich und schließlich vom himmlischen Jerusalem mit späteren zeit- und kirchengeschichtlichen Erfahrungen zusammen?
Die Vorlesung wird eine Gesamtauslegung des Textes geben und in die Forschungsprobleme einführen. Zusätzlich wollen wir die Rezeptionsgeschichte der Johannesoffenbarung, besonders in der Kunstgeschichte, mit beachten.
- Kursleiter/in: Reinhard Bendemann
- Kursleiter/in: Carmen Carnein