Warum übt der nackte menschliche Körper auf Maler:innen und Betrachter:innen im moderne Westeuropa so eine große Faszination aus? Wofür stehen nackte Körper in der modernen Malerei? Wie werden sie angeschaut? Und gibt es einen Unterschied zwischen Aktmalerei und einem gemalten nackten Körper? In dem Seminar werden Grundlagen der europäischen Moderne, ca. 1860 bis 1950, anhand von Aktmalerei erlangt. Wir werden uns mit zentralen Kunstwerken, die männliche und weibliche Akte zum Gegenstand haben, vertraut machen. Zudem werden wir die Betrachtungen der Gemälde zu Themen wie ideale vs. reale Körper, Blicke, Macht, und Geschlecht in Bezug setzen, die die Wahrnehmung von und Diskurse über diese Werke prägen. Neben der Auseinandersetzung mit Bildgegenständen, Malweisen und Themen werden wir uns auch mit dem soziohistorischen Kontext in den westeuropäischen Zentren der Moderne (Paris, Berlin, etc.) befassen, wozu sich verändernde Ausstellungssituationen, Galerien und Kunstkritik, die Zulassung von Studentinnen an Kunstakademien, und Netzwerke gehören.

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Regelmäßige Teilnahme; die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Seminar; die semesterbegleitende Arbeit an
einem Portfolio.

Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn Sie in der ersten Sitzung anwesend sind (oder, sollten Sie krank sein, sich per E-Mail anmelden und für die erste Sitzung entschuldigen).

Semester: ST 2026