
Das Seminar behandelt ausgewählte Arbeiten aus Susan Sontags vielseitigem Werk. Dabei sollte unter Vorbehalt im Singular von Susan Sontags Medientheorie und ihrer Wirkung gesprochen werden, hat sie doch sowohl in der Breite ihrer Themen als auch ihrer aktiven politischen Arbeit soviel abgedeckt, angestoßen und erreicht. Ihr Werk deckt unter anderem Themen wie Ästhetik und Populärkultur, Photographie, Krankheitsmetaphern, Techniken der Interpretation und vor allem politische Befreiung ab. Darum ist es umso erstaunlicher, dass Sontag zwar in den Medien- und Kulturwissenschaften immer wieder rezipiert wird, aber nicht als Teil des Kanons anerkannt ist. Zu Beginn des Seminars stimmen wir ab, auf welche Werke der Sontag wir den Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit legen. Vorschlag ist, sich auf die Medien und Techniken der politischen Repräsentation von Krankheit, Sensibilität, Sexualität und Krieg zu konzentrieren. Hierzu wären die berühmten „Notes on Camp“, „On Photography“ und „Illness as Metaphor“ einschlägig (Sontag 1964, 1977, 1978). Hauptarbeitsweise des Seminars ist die vorbereitete wissenschaftliche Diskussion in Präsenz. Die Textgrundlage wird zu Anfang der Vorlesungszeit über Moodle bereitgestellt, kann aber auch sehr gerne in Druckform angeschafft werden.
- Kursleiter/in: Anna Tuschling