
Sie lernen kennen:
· neuere Befunde aus der Forschung an der Schnittstelle Phonetik – Morphologie
· Modelle der Linguistik, und wie sie die Befunde (nicht) erklären können
· Breites Spektrum an empirischen Methoden
Ihre Aufgabe/worauf Sie sich einlassen:
· Sie beteiligen sich aktiv an Lektüreaufgaben und Gruppenübungen
· Fachtexte sind wie üblich auf Englisch
Neuere Forschung zeigt, dass es einen direkten Einfluss der zentralen Verarbeitungsstufen (z.B. Morphologie) auf die peripheren Stufen der Sprachproduktion gibt. Mit anderen Worten: Strukturelle Eigenschaften modulieren den sprachlichen Output, was sich meist als Variation im Outputsignal zeigt. Diese Variation kann also direkt auf zentrale Prozesse zurückgeführt werden, was vor allem anhand von homophonen lexikalischen und sublexikalischen Spracheinheiten wiederholt nachgewiesen wurde. Die bloße Existenz eines solchen direkten Einflusses stellt traditionelle theoretische Ansätze in Frage, nach denen die zentrale Verarbeitung abgeschlossen wäre, bevor periphere Produktionsprozesse initiiert werden. Aber nicht nur Befunde aus der Produktion sind bekannt, sondern auch bei der Perzeption und sogar dem Lernen sind die Effekte relevant. Am Beispiel vom Englischen und Deutschen werden wir diese Phänomene betrachten.
- Kursleiter/in: Dinah Baer-Henney
- Kursleiter/in: Marie-Claire Teresa Tersteegen