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Leistungsteiler
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Data di modifica: 27 maggio 2012, 15:17 Utente: Valentin Frank → VF
In der Hochfrequenztechnik sind Leistungsteiler passive Bauelemente, die eine speziell geometrische Anordnung aufweisen. Dabei verteilt die Anordnung die Signalleistung möglichst gleichmĂ€Ăig auf zwei oder mehrere Tore. Leistungsteiler gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen, die sich bezĂŒglich Leistung, Frequenz und Wellengang voneinander unterscheiden. Der Unterschied lĂ€sst sich am besten mit Streuparametern beschreiben. Im Folgenden werden verschiedene Leistungsteiler vorgestellt und diskutiert.
1.1. Wilkinson Leistungsteiler
Der so genannte âWilkinson Leistungsteilerâ wurde als Schaltungskonzept der Hochfrequenztechnik von Ernest J. Wilkinson im Jahr 1960 veröffentlicht.
Charakteristisch fĂŒr einen Wilkinson Leistungsteiler ist sein geringer Leistungsverlust, da es schaltungstechnisch ĂŒber eine Ausgangsanpassung und Entkopplung verfĂŒgt. Bei einem dreitorigen Wilkinson Leistungsteiler wird die Anpassung mit einem doppelten Wllenwiderstand zwischen beiden Ausgangstoren realisiert. Die Entkopplung ist aufgrung der geometrischen $$ \lambda/2 $$ LeitungslĂ€nge zwischen der beiden Azsgangstore gegeben. $$ \lambda/2 $$ der LeitungslĂ€nge verursacht bekanntlich nur eine Phasendrehung um 180°, die in diesem Fall zu Aufhebung der Welle fĂŒhr.
Am meisten profitiert die Mikrostreifentechnik vom Wilkinson Leistungsteiler. Als passives Schaltungselement wird er durch Leitungsstrukturen mit einem konzentrierten Bauelement einem Widerstand als Abschluss realisiert. Sehr nĂŒtzlich ist die Möglichkeit der Kaskadierung. Der Vorteil der Kaskadierung ist die geometrisch starre Anordnung, die eine synchrone Wellenausbreitung ermöglicht. HĂ€ufig werden viele synchrone Signalpfade auf einem HF-Frontend benötigt. Eine Beispielanwendung hierfĂŒr ist das mehrkanalige Frontend fĂŒr ein Antennen-Array-System, wo vielfach das gleiche Signal erforderlich ist, um Zwischenfrequenzen (IF) oder ein TrĂ€gersignale fĂŒr mehrere Pfade zu erzeugen.
Schaltung in Mikrostreifentechnik
$$ \lambda $$ := WellenlÀnge, $$ Z_W $$ := Wellenwiderstand der Leitung, $$ R $$ := Abschlusswiderstand.
Ersatzschaltbild
Das Ersatzshaltbild soll zur Berechnung der Wilkinson Leistungsteiler Eigenschaften dienen, die im Folgenden durch technische Schlussfolgerungen und Berechnung der Streuparameter ermittelt werden. Dazu west das Ersatzschaltbild Quellen am Tor 2 und 3 zur und das Masse-Potential am Tor 1.
Streuparameter-Matrix
$$ \begin{bmatrix} b_1 \\ b_2 \\ b_3 \end{bmatrix} = \begin{bmatrix} S_{11} & S_{21} & S_{13} \\ S_{21} & S_{22} & S_{23} \\ S_{31} & S_{32} & S_{33} \end{bmatrix}
\cdot \begin{bmatrix} a_1 \\ a_2 \\ a_3 \end{bmatrix} $$,
wobei $$ S_{n,m} $$ das "n" die Wirkungen vom Tor "n" und "m" die Ursachen vom Tor "m" ist. Des Weiteren sind $$ a_n $$ die eintretenden und die $$ b_n $$ die austretenden Wellen sind.
Technische Schlussfolgerungen und Ermittlung der Streuparameter
Die Funktion des Leistungsteilers lĂ€sst sich teoretisch gut durch Streuparameter-Matrix beschreiben. Hierbei soll die Berechnung auf einen einstufigen Wilkinson Leistungsteiler in Dreitor- AusfĂŒhrung begrenzen.
Die allseitige Leistungsanpassung mit dem entsprechendem Wellenwiderstand $$ Z_W $$ ergibt fĂŒr die Streuparameter in der Diagonale keine Auswirkung, was dazu fĂŒhrt, dass $$ S_{11} = S_{22} = S_{33} = 0 $$ sein mĂŒssen. Des Weiteren fĂŒhrt die Verbindung zwischen Tor 2 und 3 das Signal ĂŒber die $$ \lambda/2 $$ WeglĂ€nge, die eine Phasenverschiebung von 180° fĂŒr eine Welle darstellt. Da die Tore 2 und 3 auch ĂŒber einen Abschlusswiderstand gekoppelt sind, heben sich diese Wellenanteile auf, sodass keine gegenseitige RĂŒckkopplung zu Stande kommen kann. Dabei wird auch leine Leistung umgesetzt. Dieser Zusammenhang ergibt fĂŒr die Streuparameter, dass die Anteile $$ S_{23} = S_{32} = 0 $$ sein mĂŒssen.
Bei einer Einspeisung am Tor 1 teilt sich die Signalleistung aufgrund der geometrisch symmetrischen Anordnung jeweils in zwei HĂ€lfte auf, weil gleiche Belastung durch den Abschlusswiderstand an Tor 2 und 3 herrscht. Da die Amplitude quadratisch mit der Leistung zusammenhĂ€ngt, ergibt sich fĂŒr die Streuparameter der Faktor $$ P_2 = \frac{ P_1 }{ 2 } \Rightarrow U_2 = \frac{ U_1 }{ \sqrt{ 2 } } $$. Zugleich hat eine Leitung bekanntlich einen Einfluss auf die Phasendrehung der Welle. FĂŒr die Phase wirkt eine abgeschlossene $$ \lambda/4 $$ Leitung als -90° Phasenverschiebung. Der Zusammenhang kann wie folgt dargestellt werden:
$$ U_2 = U_1 \cdot e^{( \alpha - j \beta \frac{ \lambda }{ 4 } )} = U_1 \cdot e^{( 0 - j \frac{ \pi }{ 2 }) } = U_1 \cdot ( cos ( \frac{ \pi }{ 2 } ) - j sin ( \frac{ \pi }{ 2 } ) ) = -j U_1 $$ mit $$ \alpha = 0 $$ und $$ \beta = \frac{ 2 \pi }{ \lambda } $$.
Diese Schlussfolgerungen ergeben fĂŒr die Transmissions der Streuparameteranteile $$ S_{21} = S_{31} = \frac{ -j }{ \sqrt{2} } $$.
In der Praxis kann zum Einen die geometrische Symmetrie nicht ideal mit Mikrostreifen realisiert werden und zum Anderen ist $$ \alpha \neq 0 $$. Daher ist diese Betrachtung als eine gute NĂ€herung zu sehen.
Aufgrund der Symmetrie des Wilkinson Schaltungskonzeptes, lassen sich die restlichen Streuparameter $$ S_{12} $$ und $$ S_{13} $$ durch Gleichtaktanregung (engl. even mode) und Gegentaktanregung (engl. odd mode) ermitteln. In folgender Herleitung wird auf Grund der Schaltungssymmetrie nur eine Symmetrie-HĂ€lfte der Ersatzschaltung fĂŒr die Berechnung benötigt.
Analyse mit Gleichtaktanregung
Bei einer Gleichtaktanregung stellt die Symmetrieachse einen Leerlauf fĂŒr alle Querelemente dar. Die Folge ist, dass die Querelemente an einer ihrer Seite offen sind und deshalb schaltunstechnisch keinen Einfluss auf die Berechnung haben. FĂŒr die Analyse wird eine Quelle am Tor 2 angeschlossen und das Tor 1 auf Masse-Potential gelegt.
Ersatzschaltbild bei Gleichtaktanregung
Aufgrund der Aufteilung im Symmetriefall ergibt sich ein Reflexionsfaktor am Tor 1 zu: $$ r_{e} = \frac{ Z - Z_L }{ Z + Z_L } = \frac{ 2 Z_W - \sqrt{2} Z_W }{ 2 Z_W + \sqrt{2} Z_W } = \frac{ 2 - \sqrt{2} }{ 2 + \sqrt{2} } $$ | (1.0),
wobei $$ Z $$ := Abschlussimpedanz, $$ Z_L $$ := Leitungsimpedanz bzw. Wellenwiderstand der Leitung, $$ r_e $$ := Reflexionsfaktor am Tor 1 (even mode).
Die Spannung am Tor 2 ergibt sich mi (1.0) zu:
$$ U_{2e} = U_x ( \frac{ \lambda }{ 4 }) = U_x ( e^{ j \frac{ \pi }{ 2 } } + r_e \cdot e^{ -j \frac{ \pi }{ 2 } } ) = j U_x (1 - r_e) \Rightarrow U_x = \frac{ U_{2e} }{ j(1 - r_e) } = -j \frac{ U_{2e} }{ (1 - r_e) } $$ | (1.1), (1.2)
Die Spannung am Tor 1 ergibt sich:
$$ U_{1e} = U_x ( 0 ) = U_x ( e^{ 0 } + r_e \cdot e^{ 0 } ) = U_x (1 + r_e) \Rightarrow U_x = \frac{ U_{1e} }{ (1 + r_e) } $$ | (1.3), (1.4)
Zudem ist die Amplitude der am Tor 2 auch: $$ U_{2e} = \frac{U_{G2}}{2} $$ | (1.5)
Mit Gleichungen (1.2), (1.3) und (1.5) ergibt sich:
$$ U_{1e} = -j \frac{U_{G2}}{2} \frac{ (1 + r_e) }{ (1 - r_e) } = -j \frac{U_{G2}}{2} \frac{ (1 + \frac{2 - \sqrt{2}}{2 + \sqrt{2}}) }{ (1 - \frac{2 - \sqrt{2}}{2 + \sqrt{2}}) } = -j \frac{U_{G2}}{2} \frac{ (2 + \sqrt{2})(2 + \sqrt{2} + 2 - \sqrt{2}) } {(2 + \sqrt{2})(2 + \sqrt{2} - 2 + \sqrt{2}) } = -j \frac{U_{G2}}{\sqrt{2}} $$ | (1.6)
Mit Gleichungen (1.1), (1.4) und (1.6) ergibt sich:
$$ U_{2e} = j U_{1e} \frac{ (1 - r_e) }{ (1 + r_e) } = j(-j) \frac{U_{G2}}{2} \frac{ (1 - r_e) }{ (1 + r_e) } = \frac{U_{G2}}{2} \frac{ (2 + \sqrt{2})(2 + \sqrt{2} - 2 + \sqrt{2}) } {(2 + \sqrt{2})(2 + \sqrt{2} + 2 - \sqrt{2}) } = \frac{U_{G2}}{2} $$ | (1.7)
Analyse mit Gegentaktanregung
Bei der Gegentaktanregung alle Querelemente auf Masse-Potential. Die Folge ist, dass sich das Ersatzschaltbild wie folgt Àndert.
Ersatzschaltbild bei Gegentaktanregung
Der Reflexionsfaktor ergibt sich nun zu: $$ r_o = \frac{ Z - Z_L }{ Z + Z_L } = \frac{ 0 - \sqrt{2} Z_W }{ 0 + \sqrt{2} Z_W } = -1 $$ | (1.8), wobei $$ r_o $$ := Reflexionsfaktor am Tor 1 (odd mode).
Die Amplitude am Tor 2 bleibt wie oben gleich: $$ U_{2o} = \frac{ U_{G2 } }{ 2 } $$ | (1.9)
Die Spannung am Tor 1 ergibt sich nun zu: $$ U_{1o} = U_x (\lambda = 0) = U_x (e^0 + r_o \cdot e^0) = U_x (e^0 + (-1) \cdot e^0) = 0 $$ | (2.0)
Damit ergeben sich die restlichen Streuparameter mit (1.6), (1.7), (1.9) und (2.0) zu:
$$ S_{12} = S_{13} = \frac{ U_{1e} + U_{1o} }{ U_{2e} + U_{2o} } = \frac{ -j \frac{U{G2}}{\sqrt{2}} - 0 }{ \frac{U_{G2}}{2} + \frac{U_{G2}}{2} } = \frac{-j}{\sqrt{2}} $$
Ergebnis der komplexen Streuparameter-Matrix
$$ \begin{bmatrix} b_1 \\ b_2 \\ b_3 \end{bmatrix} = \frac{-j}{\sqrt{2}} \begin{bmatrix} 0 & 1 & 1 \\ 1 & 0 & 0 \\ 1 & 0 & 0 \end{bmatrix} \cdot \begin{bmatrix} a_1 \\ a_2 \\ a_3 \end{bmatrix} $$
Zusammenfassend lĂ€sst sich bemerken, dass es sich bei dem Wilkinson Leistungsleiler um ein passives Schaltungseement der Mikrostreifentechnik handelt. Er muss fĂŒr eine Bertiebsfrequenz (Sinus- bzw. Kosinus- Schwingung) ausgelegt werden. ZusĂ€tzlich muss noch die Frage der RĂŒckkoplung bezĂŒglich von beiden Ausgangstoren zum Eingang geklĂ€rt werden. Dazu muss man theoretisch invertieren, was sich aber fĂŒr dieses Ergebnis nicht möglich ist. HierfĂŒr ist eine komplexere Beschreibung notwendig. (Quellen 1. und 2.)
Literaturhinweise
1. Halbleiterschaltungstechnk| Buch in 13 Auflage | U. Tietze
2. Hochfrequentechnk | Script 2009 | T. Zwick
Formatierung
1. Zeilenabstand: Wo lÀst sich dieser einstellen?
2. Symbolinterpretation: Beim Abspeichern werden unsichtbare Formatierungsparmeter gesetzt,
die eine Neueingabe von kompletten Formeln erforderlich machen. Warum sind iese aktiv?
3. Ăberschriftenefinition: Sieht schreklich aus! Warum?