⏳ Langzeitstudien - STUDIE: Berufsbedingte Unterschiede bei COVID-19-Morbidität und -Mortalität in Deutschland. Eine Analyse von Krankenkassendaten von 3,17 Mio. Versicherten
Bei dieser Studie handelt es sich um eine longitudinale Sekundärdatenanalyse auf Basis der InGef-Forschungsdatenbank. Ausgewertet wurden Abrechnungsdaten von 3,17 Millionen gesetzlich Versicherten im Erwerbsalter für die Jahre 2020 und 2021. Erfasst wurden COVID-19-Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Mortalität. Berufe wurden nach amtlicher Klassifikation in vier Gruppen eingeordnet. Die Analysen zeigen erhöhte Erkrankungsrisiken in personenbezogenen Dienstleistungsberufen, insbesondere Gesundheitsberufe, mit relativen Risiken von 1,46 für Frauen und 1,30 für Männer sowie erhöhte Risiken für Hospitalisierung und Mortalität in Reinigungsberufen sowie Verkehrs- und Logistikberufen, vor allem bei Männern.
Interessant ist die Studie in Bezug auf Sekundärdaten, weil sie eindrücklich zeigt, wie berufsbezogene Informationen mit Krankenkassendaten verknüpft und über zwei Jahre hinweg zu robusten Inzidenzen und relativen Risiken aufbereitet werden. Die differenzierte Betrachtung nach Beruf und Geschlecht liefert unmittelbar nutzbare Evidenz für Prävention und Arbeitsschutz. Der Artikel ist vollständig frei zugänglich.