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💳 SekundĂ€rdaten: Abrechnungs- & Krankenkassendaten - STUDIE: Erhöhtes Risiko eines COVID-19-bedingten Krankenhausaufenthaltes fĂŒr Arbeitslose: Eine Analyse von Krankenkassendaten von 1,28 Mio. Versicherten in Deutschland

Abschlussbedingungen
Handgezeichnete Illustration eines Studie

Bei dieser Studie handelt es sich um eine bevölkerungsnahe SekundĂ€rdatenanalyse, die anhand von Abrechnungsdaten der AOK Rheinland Hamburg das Risiko eines Krankenhausaufenthalts wegen COVID-19 nach Erwerbssituation untersucht hat. Einbezogen wurden 1 288 745 Versicherte im Alter von 18 bis 65 Jahren im Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 18.06.2020. COVID-19-Hospitalisierungen wurden ĂŒber ICD U07.1 und U07.2 identifiziert. In multiplen logistischen Regressionsmodellen zeigte sich im Vergleich zu regulĂ€ren ErwerbstĂ€tigen ein deutlich erhöhtes Risiko fĂŒr Langzeitarbeitslose mit Bezug von Arbeitslosengeld II: Odds Ratio 1,94, Konfidenzintervall 1,74 bis 2,15. Weitere Gruppen zeigten ebenfalls erhöhte Risiken. Die Ergebnisse belegen soziale Ungleichheiten bei schweren COVID-19-VerlĂ€ufen. 

 Interessant ist die Studie nicht so sehr in Bezug auf Fragebögen als Erhebungsinstrument, sondern besonders wegen der Nutzung von Krankenkassenroutinedaten als valide SekundĂ€rquelle. Sie zeigt, wie sich mit großen AbrechnungsdatensĂ€tzen Erkrankungsereignisse ĂŒber ICD-Kodierungen abbilden lassen und wie sozialstatistische Merkmale wie Erwerbssituation in die Analyse integriert werden können. Die vollstĂ€ndige Auswertung ist frei zugĂ€nglich.

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