18.2 Konvergenzkriterien
Absolute Konvergenz
Nicht jede Reihe besteht nur aus positiven Gliedern, daher definiert man absolute Konvergenz .
Der folgende Satz sagt aus, dass absolute Konvergenz tatsächlich etwas stärkeres ist als die "normale" Konvergenz von Reihen.
Die Begründung dieses Satzes beruht auf dem Cauchy-Kriterium, das wir in dieser Vorlesung nicht besprochen haben. Es besagt, dass eine unendliche Reihe genau dann konvergent ist, wenn man für jede noch so kleine Zahl $\varepsilon >0$ einen Index $N\in \mathbb {N}$ finden kann, so dass für beliebige Zahlen $n\geq m\geq N$ die lange, aber endliche Summe $a_ m+a_{m+1}+a_{m+1}+\dots +a_{n-1}+a_ n<\varepsilon $ ist.
Insbesondere folgt aus dem Satz, dass für jede konvergente Reihe $a_1+a_2+a_3+\dots $ mit positiven Gliedern auch die alternierende Reihe $a_1-a_2+a_3-a_4+-\dots $ konvergent ist.