« 3.1 Reflexionsfrage Station 1

Neurotypisch und Neurodivergent

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Da trotz der natürlichen Vielfalt einige, häufiger vorkommende, Denk- und Verhaltensweisen gesellschaftlich stärker akzeptiert und unterstützt werden als andere. Durch die Unterscheidung zwischen neurotypisch und neurodivergent wird also erneut betont, dass Barrieren nicht durch das Individuum selbst, sondern durch Normen und mangelnde Anpassungsbereitschaft des Umfelds entstehen.
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  1. neurotypisch und neurodivergent
    Weil unsere Gesellschaft (implizit) ein "Normal" setzt (neurotypisch) und Abweichungen davon (neurodivergent) gesellschaftlich als "falsch" betrachtet werden, und dem sprachlich begegnet werden kann
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  2. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Um verschiedene Denkweisen zu unterscheiden, ohne eine davon abzuwerten. 
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  3. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Weil das Neurodiversitätsparadigma im Alltag kaum praktische Berücksichtigung findet. Hier gilt es, die Gesellschaft für abweichende Sichtweisen und Bedürfnisse zu sensibilisieren, damit auch neurodivergente Menschen ihre Potenziale voll ausschöpfen können, anstatt einen Großteil ihrer Energie darauf verschwenden zu müssen, ihre "Störungen" zu maskieren. Die begriffliche Kategorisierung kann dabei helfen, Divergenzen sichtbarer, verständlicher und somit akzeptierter zu machen. So kann Vorurteilen bzw. Stigmatisierung ("neurodivergentes" = "komisches", "abnormes" oder "falsches" Verhalten) entgegengewirkt werden.
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  4. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    In einer idealen Welt würden wir die Begriffe meiner Meinung nach nicht brauchen... wie seht ihr das? 
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  5. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Ja, das sehe ich auch so.
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  6. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Das sehe ich auch so.
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  7. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Weil der Begriff Neurodiversität sich generell auf alle neuronalen Unterschiede bezieht. Die meisten davon fallen im Alltag kaum auf. Wir brauchen die Begriffe neurodivergent und neurotypisch, um darauf aufmerksam zu machen, dass in unserer Gesellschaft Menschen, die stärker von der Norm abweichen und dadurch auffallen oft als "falsch" gesehen werden und sich an die vermeintliche Norm anpassen sollen. Die Begriffe helfen zu zeigen, dass neurodivergente Menschen zwar anders denken, fühlen und wahrnehmen, aber eben nicht falsch.
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  8. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Um Unterstützungsmöglichkeiten überhaupt schaffen zu können 
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  9. Re: Neurotypisch und Neurodivergent

    Weil es statische Verteilungen gibt, in denen bestimmte Merkmalsausprägungen häufiger sind als andere und daher in sozialen Kontexten als "normal" oder "typisch" vorausgesetzt werden. Die Begriffe Diversität und Divergenz helfen die Unterschied sichtbar zu machen, aber weniger wertend.

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  10. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Wir brauchen diese Begriffe, da neurodivergente Menschen nicht sozial als Norm gesehen werden und deshalb oft auf Barrieren stoßen. Um die folgenden Probleme anzugehen, ist es gut die Gruppe eingrenzen zu können. 
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  11. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    In einem gesellschaftlichen Stadium, in dem offensichtlich noch nicht überall die These gilt, dass die Gehirne aller Menschen verschieden sind, sondern nach dem Grundsatz gelebt wird "alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher", braucht es erstmal eine möglichst präzise Beschreibung der Situation. Dafür können Begriffe wie neurotypisch und neurodivergent helfen, denke ich, auch wenn hier mehr Dualität als Diversität bzw. Spektren betont wird. Immerhin kann man sich dem Thema so annähern.
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  12. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Weil das Neurodiversitätsparadigma nicht allen Menschen bekannt ist und eine Unterscheidung in neurotypisch/neurodivergent zu Entstigmatisierung und Entlastung der Betroffenen führen kann.
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  13. Re: Neurotypisch und Neurodivergent

    Unsere Gesellschaft ist für einen Neurotypen geschaffen (neurotypisch), wodurch andere, seltenere Neurotypen (neurodivergent) nicht gut in diese Gesellschaft rein passen und so einen Leidensdruck/ eine Behinderung erfahren. Zudem ist vielen neurotypischen Menschen gar nicht bewusst, wie divers menschliche Gehirne sind, sodass sie ihre eigenen Bedürfnisse als universell ansehen, vor allem, da die meisten Menschen in ihrem Umfeld sehr ähnliche Bedürfnisse haben (natürlich können neurodivergente Menschen diesen Denkfehler ebenfalls machen, oft merken sie aber, auch ohne Diagnose, dass sie anders sind als andere).

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  14. Re: Neurotypisch und Neurodivergent

    Die Begriffe sind wichtig, um Unterschiede in der neurologischen Funktionsweise von Gehirnen möglichst diskriminierungsfrei zu beschreiben

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  15. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Ich finde die Begrifflichkeiten zum Zwecke einer Erklärung durchaus hilfreich, aber sie sorgen meines Erachtens für eine überflüssige Spaltung der Menschen in neurologische Gruppen, gerade im populärwissenschaftlichen Bereich. Insbesondere werden neurotypische Personen in Bezug auf ihre "normalen" Verhaltensweisen teilweise verlächerlicht dargestellt. Das dahinterliegende Meinungsbild und die Verwendungen der Begriffe sehe ich daher kritisch, weil es diese zwei Gruppen gegeneinander aufbringt und vereinfacht.
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  16. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Der Begriff "Neurodivergenz" verdeutlicht sehr schön, dass es eine Bandbreite an neuronalen Funktionsweisen gibt, die außerhalb der Normalverteilung liegen. Er wertet nicht.
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  17. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Wie viele schon vor mir geschrieben haben, brauchen wir Menschen oftmals erst eine Vereinfachung von komplexen Themen, um uns diesen anzunähern und Neugier zu entwickeln. Die Begriffe "neurotypisch" und "neurodivergent" helfen dabei die Komplexität unserer Gehirne zu vereinfachen. Und da wir Menschen gerne in Schubladen denken, ist diese Einteilung für Menschen, die vorher noch keine Berührungspunkte hatten, einfacher nachzuvollziehen. 
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  18. Re: Neurotypisch und Neurodivergent

    Wir benötigen die Begriffe "neurotypisch" und "neurodivergent" aufgrund unseres gesellschaftlichen Kontextes, z.B. soziale Barrieren für Menschen mit Autismus. Allerdings finde ich, dass eine gewisse Abwertung mit dieser Differenzierung einhergeht, nur weil sich manche Denk- und Verhaltensweisen von unserer sozialen Norm unterscheiden. Jeder Mensch ist individuell und besitzt seine ganz eigenen Denk- und Verhaltensmuster. Ist somit nicht jeder Mensch in gewisser Weise "neurodivergent"?

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  19. Re: Neurotypisch und Neurodivergent
    Die Begrifflichkeiten "neurotypisch" und "neurodivergent" ermöglichen es, unterschiedliche neurologische Voraussetzungen näher in den Blick zu nehmen. Dadurch können entsprechende Bedürfnisse Betroffener sowie mögliche Barrieren besser sichtbar gemacht werden. Anschließend können eine angemessene Unterstützung und eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden.    
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