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In diesem Modul werden die theoretischen Grundlagen aus dem Pflichtmodul „Grundlagen der Makroökonomik“ zur Analyse von konkreten Fallbeispielen angewandt. Makroökonomische Analysten in Unternehmen, Banken, Zentralbanken, Forschungseinrichtungen oder internationalen Organisationen haben typischerweise drei Aufgaben. Erstens untersuchen sie die aktuelle makroökonomische Lage eines oder mehrerer Länder. Sie ermitteln also, wo das betrachtete Land im Konjunkturverlauf steht. Auf der Lageanalyse aufbauend führen sie zweitens Prognosen über die Entwicklung in der kurzen und mittleren Frist durch. Abhängig vom Arbeitskontext und den Bedürfnissen der Adressaten der Prognose können solche Prognosen eher qualitative Tendenzeinschätzungen sein oder quantifizierte Punktprognosen. Drittens werden Risikoanalysen und -einschätzungen durchgeführt. Diese sind für zahlreiche unternehmerische Entscheidungen (z.B. finanzielle und reale Investitionen) und die Wirtschaftspolitik unerlässlich. So muss beispielsweise die Zentralbank das Risiko einer Finanzkrise bei ihren Zinsentscheidungen mitberücksichtigen.

Wir werden in diesem Modul auf unterschiedliche Weisen mit makroökonomischen Daten arbeiten. Der Ausgangspunkt ist die unterschiedliche Visualisierung. Darauf aufbauend folgen einfache deskriptive statistische Analysen. Schließlich folgt eine kurze Einführung in ökonometrische Methoden.

Semester: WT 2026/27
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