
Im Wahlpflichtseminar für Geographie Bachelor geht es um das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Wildnis, wiederangesiedelten Wildtieren und Tourismus in Nationalparks. Behandelt werden ökologische Prozesse, Biodiversität, Besucherlenkung und Nutzungskonflikte. Ein wichtiger Bestandteil ist eine Exkursion in den Nationalpark Eifel, bei der u. a. Wildtiermanagement und Tourismus vor Ort betrachtet werden. Abschließend präsentieren die Studierenden Fallstudien und schreiben eine Hausarbeit.
Voraussetzungen
- Es werden längere Strecken zu Fuß zurückgelegt bzw. gewandert, deshalb sollte eine grundlegende körperliche Fitness vorhanden sein. Es wird empfohlen, das Modul "Einführung in das Studium der Geographie" erfolgreich abgeschlossen zu haben.
- Zielgruppe
- Bachelorstudierende mit Interesse an Mensch-Natur Interaktionen, Nationalparks und Wildtieren
Ziele
- Studierende erhalten einen Überblick über „Wildnis“-Entwicklung, Biodiversität und ökologische Prozesse in mitteleuropäischen Nationalparks.
- Studierende lernen wiederangesiedelte Wildtierarten und ihre ökologischen Rollen als Schlüsselarten kennen
- Studierende lernen grundlegende Zusammenhänge zwischen Tourismus und Schutzgebietsmanagement kennen.
- Verknüpfung ökologischer Dynamiken mit gesellschaftlichen Nutzungs- und Konfliktformen in Nationalparks.
- Ergebnispräsentation und wissenschaftliche Reflexion in einer Hausarbeit.
Inhalte
- Wildnis und Nationalparks (Schutz-, Entwicklungs- und Erholungsräume)
- Biodiversität, trophische Strukturen und Wiederansiedlungen
- Tourismus in Schutzgebieten (Natur-, nachhaltiger und Massentourismus)
- Ökologische Auswirkungen von Freizeitnutzung (z. B. Störung, Fragmentierung)
- Wahrnehmung von Natur und Nutzungskonflikten
- Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Tourismus
- Schutzgebietsmanagement (z. B. Besucherlenkung, Zonierung)
- Exkursion zum Nationalpark Eifel als Fallbeispiel
Aufbau
- Einführung in „Wildnis“, Nationalparks, wiederangesiedelte Wildtierarten sowie Tourismus- und Nutzungskonflikte in Schutzgebieten.
- Dreitägige Exkursion in den Nationalpark Eifel (6. bis 9. November 2026). Vor Ort werden im Rahmen von kurzen bis mittellangen Wanderungen am Rursee sowie beim Besuch der Ausstellung „Wald, Wasser, Wildnis“ Inhalte zur Geschichte des Nationalparks, zur Biodiversität und zu Wildtierarten vermittelt. Diese werden durch Gespräche mit Ranger*innen und Fachpersonal ergänzt. Im Fokus stehen insbesondere Wildnis-Entwicklung, Besucherlenkung und Wildtiermanagement.
- Präsentationen und Stakeholder-Rollenspiele: Die Studierenden stellen in Gruppen ihre Ergebnisse zu Fallstudien vor, diese beziehen sich immer auf einen weltweiten Nationalpark und kombinieren Wiederansiedlungen und touristische Nutzung, und analysieren daraus entstehende Konflikte sowie Managementansätze. Auf dieser Grundlage werden Rollenspiele bzw. Debatten vorbereitet, in denen unterschiedliche Stakeholder-Perspektiven vertreten werden
• Studienleistung: Regelmäßige Anwesenheit
• Prüfungsleistung: Präsentation und Hausarbeit
- Kursleiter/in: Simon Sebastian Mösch
Semester: WT 2026/27