Enrolment options

Im Fokus des Forschungsseminars steht der Bau dreier Microsoft Rechenzentren im Rheinischen Revier. Das Unterfangen ist eine Reaktion auf den Ablauf der Kohleförderung und Teil des Strukturwandels in der Region. Im Seminar werden wir das Thema als einen Wandel von Infrastrukturen betrachten. Dadurch interessiert sich das Seminar a) fĂŒr den Prozess der Etablierung von Rechenzentren und die demokratischen Aspekte des Infrastrukturausbaus, b) fĂŒr die Zukunftsvorstellungen und -wĂŒnsche, die mit dem Ausbau von Rechenzentren einhergehen, c) fĂŒr die Bedeutung und Konsequenzen des Rechenzentrumsausbaus fĂŒr die Lebenswelt der lokalen Bevölkerung, d) fĂŒr den Rechenzentrumsausbau im Kontext des Klimawandels und e) fĂŒr die Verbindung von lokalen Rechenzentren und der globalen Tech-Infrastruktur und -Wirtschaft.
Anhand von ethnographischen und qualitativen Methoden sowie Diskurs-, Kontroversen- und Dokumentenanalysen werden wir historische, gesellschaftliche, kulturelle, soziale und biographische Aspekte des Wandels von Infrastrukturen im Rheinischen Revier angehen.
Im ersten Semester werden wir uns mit historischen und kulturellen KontinuitĂ€ten und UmbrĂŒchen im Übergang von der Kohleförderung zur Digitalwirtschaft und KI im Rheinischen Revier befassen. Wir besuchen das Rheinische Revier und fĂŒhren GesprĂ€che mit relevanten Akteur*innen. Zudem beschĂ€ftigen wir uns mit theoretischen AnsĂ€tzen der Analysen und mit Methoden der Datenerhebung. Studierende teilen sich in Gruppen ein und entwickeln, unterstĂŒtzt von der Seminarleitung, eine eigene Forschungsfrage im Rahmen des Seminarthemas. Im zweiten Semester wird die Forschung durchgefĂŒhrt und endet mit einer öffentlichen ProjektprĂ€sentation in Gruppen und mit einem individuellen Forschungsbericht.
Die erste Sitzung findet am 20. Oktober statt.



Voraussetzungen fĂŒr Studiennachweise / ModulprĂŒfungen:

Ein Studiennachweis im Forschungsmodul erfordert ein umfassendes Engagement der Studierenden. Die volle Stundenzahl des Seminars wird ausgeschöpft. In Durchschnitt sollten 10 Stunden pro Woche fĂŒr das Seminar eingeplant werden. In der vorlesungsfreien Zeit wird die Ausarbeitung eines ForschungsexposĂ© etwa 20 Stunden in Anspruch nehmen. Seminaraufgaben mĂŒssen laufend erarbeitet werden, Texte werden gelesen, schriftlich exzerpiert und im Seminar diskutiert. Anwesenheit und aktive Teilnahme in den Seminarsitzungen sind erforderlich.

FĂŒr den Leistungsnachweis wird die Projektarbeit am Ende des zweiten Semesters bei einer öffentlichen Veranstaltung prĂ€sentiert. Nachfolgend wird ein Forschungsbericht individuell ausgearbeitet, wofĂŒr 60 Stunden eingeplant werden sollen. Beide Leistungen gehen folgendermaßen in die Bewertung ein: 20% fĂŒr die PrĂ€sentation, 80% fĂŒr den Forschungsbericht.

Semester: WT 2026/27
Self enrolment (Teilnehmer/in)
Self enrolment (Teilnehmer/in)