Das Seminar bietet eine EinfĂŒhrung in interpretative Sozialforschung. Nach einer EinfĂŒhrung in theoretische Grundlagen des interpretativen Paradigmas liegt der Schwerpunkt auf der Erhebungsmethode des biographisch-narrativen Interviews.
Ausgangspunkt ist die grundlegende Annahme interpretativer AnsÀtze, dass soziale Wirklichkeit im Handeln und Deuten der Akteur*innen fortlaufend hergestellt wird; soziale Ordnung konstituiert sich in interaktiven Prozessen der Bedeutungszuweisung. Im Seminar werden zentrale theoretische Grundlagen des interpretativen Paradigmas erarbeitet, insbesondere Konzepte von Handeln, Sinn, Wissen und Interaktion.
Darauf aufbauend wird das biographisch-narrative Interview als Erhebungsmethode eingefĂŒhrt. Diese Interviewform ermöglicht es alltagsweltliche Konstruktionen und Perspektiven von Menschen sowie deren Handlungsorientierungen und -muster zu erheben. Der Fokus liegt auf der praktischen EinĂŒbung der InterviewfĂŒhrung. Anhand von TextlektĂŒre, Beispielen aus der Forschungspraxis und eigenen Ăbungen erwerben die Teilnehmenden die FĂ€higkeit, um selbst ein biographisch-narratives Interview zu fĂŒhren.
Das Seminar richtet sich an Studierende mit Interesse an qualitativer Sozialforschung und interpretativen ZugÀngen zur Analyse sozialer Wirklichkeit.
Voraussetzungen fĂŒr Studiennachweise / ModulprĂŒfungen
Studiennachweis: TextlektĂŒre, regelmĂ€Ăige und aktive Mitarbeit, DurchfĂŒhrung eines biographisch-narrativen Interviews sowie dessen Dokumentation in Form eines Forschungsmemos
ModulprĂŒfung: die AktivitĂ€ten zum Studiennachweis sowie eine Hausarbeit oder eine mĂŒndliche ModulabschlussprĂŒfung.
- Kursleiter/in: Sarah Könecke