
??
Wir beschäftigen uns, einführend und vertiefend, mit Martin Heideggers Werk Sein und Zeit. Im Seminar widmen wir uns dem zweiten, zuletzt erschienenen Abschnitt des Werkes: Dasein und Zeitlichkeit, der mit einigen Fragezeichen schließt. Uns in ein offenes, hörendes Fragen gegenüber dem, was sich zeigt, entlässt?
Wir kontrastieren Heideggers Sein-zum-Tode und folgen seinem Versuch der Auslegung der Sorge; vollziehen die Fragen mit, in welchen Phänomenen sich diese zeigt: Jene Sorge, die im ersten Abschnitt von Sein und Zeit als die Existenzialität, Faktizität und Verfallenheit umfassende Grundstruktur des Daseins ausgewiesen wird und deren Sinn sich im weiteren Gang der Analyse als „Zeitlichkeit“ erweist. Auch die Geschichtlichkeit und das Geschick des Daseins treten als Motive der gemeinsamen Lektüre und Problematisierung in den Blick.
Vorgehensweise
Im Seminar werden die zentralen Themen von Dasein und Zeitlichkeit durch vertiefende Lektüre sowie gemeinsame Textauslegung und -kommentierung erarbeitet und im Hinblick auf ihre Bedeutung für lebensphilosophische Fragestellungen reflektiert. Auf Referate wird verzichtet. Stattdessen werden eine kontinuierliche eigenständige Vorbereitung der Sitzungstexte sowie eine aktive Beteiligung an den Diskussionen und Gruppenarbeitsphasen vorausgesetzt. Das Lektürepensum beträgt in der Regel etwa zwei Paragraphen beziehungsweise ca. 20 Seiten pro Sitzung.
Literatur
Heidegger, Martin (1993). Sein und Zeit (17. Aufl., unveränderter Nachdruck der 15., an Hand der Gesamtausgabe durchgesehenen Aufl. mit den Randbemerkungen aus dem Handexemplar des Autors im Anhang). M. Niemeyer.
Die Anschaffung des Werkes Sein und Zeit ist für dieses Lektüreseminar empfohlen. Weitere Seminarunterlagen werden über Moodle bereitgestellt.
- Kursleiter/in: Ingrid Becker