Wir erinnern uns oft nicht nur an vergangene Erlebnisse, sondern auch an vergangene Emotionen, seien sie positiv oder negativ. Dabei scheinen wir diese Emotionen manchmal erneut zu erleben, manchmal lebhaft, manchmal nur schwach. Dies wirft wichtige philosophische Fragen über die Beziehung zwischen Erinnerung und Emotion auf: Welche Rolle spielen Emotionen bei der Abspeicherung von Erfahrungen? Wie beeinflussen gegenwärtige Emotionen das, woran wir uns erinnern? Können vergangene emotionale Episoden durch Re-Instanziierung wieder in Erinnerung gerufen werden? In diesem Seminar werden wir zunächst Grundlagen der Erinnerungs- und Emotionsphilosophie kennenlernen, bevor wir verschiedene Ansätze zu Erinnerung und Emotion und deren Wechselbeziehung untersuchen. Im Rahmen des Seminars werden wir am 1. Juni den Workshop „Memory and Emotions” in Bochum besuchen; als Referenten sind Sven Bernecker, Dorothea Debus und Fabrice Teroni eingeladen. Aufgrund unserer Teilnahme an dieser Veranstaltung endet das Seminar früher als üblich im Semester.
Die Literatur wird am Anfang des Seminars angegeben und auf Moodle zur Verfügung gestellt.
Prüfungsformen:
Kleine Leistung: Kurz-Referate, Fragen zum Text stellen, vorbereiteter Diskussionsbeitrag auf dem Workshop
Große Leistung: Hausarbeit oder mündliche Prüfung
- Kursleiter/in: Eva Weber-Guskar