
Ausgangspunkt des Seminars ist die Beobachtung, dass Künstliche Inteligenz (KI) seit dem Aufstieg von ChatGPT zu einem Thema von öffentlichem Interesse geworden ist, das weit über technische Fragen hinausreicht. Es greift in Wissensordnungen, Arbeitsverhältnisse, Kreativität, Politik und Alltag ein. KI wird im Seminar als Kontroverse gerahmt: als umkämpftes Feld, in dem Erwartungen, Interessen, Wertschöpfung und Deutungsmacht aufeinandertreffen und in dem sich gesellschaftliche Konflikte verdichtet zeigen. Im ersten Teil des Seminars stehen Lektüren im Zentrum, die KI aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven beleuchten und den gegenwärtigen Hype ebenso analysieren wie die mit ihm verbundenen Versprechen, Verdrängungen und Machtasymmetrien. Es gilt also zu verstehen, worum es sich überhaupt handelt, wenn wir von „KI“ sprechen. Darauf aufbauend führt das Seminar in die Methodologie der Kontroversenkartographie (Controversy Mapping) ein: einen Ansatz, der Kontroversen heuristisch ernst nimmt und digitale Spuren öffentlicher Auseinandersetzungen systematisch auswertet. Ziel ist es, KI als Belang über ihre öffentliche Problematisierung empirisch nachzuvollziehen (wozu nun, im zweiten Teil, des Seminars konkrete Fallstudien fokussiert werden, individuell von Studierenden ausgewählt).Â
- Kursleiter/in: XKombi-Dienst cupak-hk
- Kursleiter/in: Stefan Laser