Das Seminar behandelt einführend Arbeits- und Interessenkonflikte und stellt zentrale Akteure und Institutionen der industriellen Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit vor. Im Zentrum stehen neuere Theorien der industriellen Beziehungen, die dem Strukturwandel Rechnung tragen – verstanden als (De-)Regulierung der Arbeitsbeziehungen und als grundsätzliche Schwächung der Gewerkschaften. Behandelt werden im Allgemeinen unter anderem Konflikttheorien und Mobilisierungstheorien sowie im Speziellen Ansätze wie der Machtressourcenansatz, die Labour Process Theory und der Negotiated-Order-Ansatz, die sich mit betrieblichen und informellen Formen von Widerstand und Aushandlung beschäftigen. Die Studierenden lernen, diese Theorien kritisch einzuordnen und auf die Arbeitswelt anzuwenden, indem Entwicklungen der industriellen Beziehungen in Deutschland und im internationalen Vergleich in den Blick genommen werden.

Semester: ST 2026