Das Seminar widmet sich dem Fußball als einem zentralen sozialen Feld, in dem Geschlechterverhältnisse hergestellt, stabilisiert und verändert werden. Aufbauend auf geschlechtersoziologischen, sportsoziologischen und kultursoziologischen Ansätzen analysiert das Seminar Fußball als gesellschaftliche Praxis, als Organisation sowie als medial vermitteltes Phänomen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Geschlecht im Fußball produziert wird und mit anderen sozialen Kategorien wie Klasse, race, Sexualität oder Nation verschränkt ist.
Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Männlichkeiten im (Profi)Fußball, die historische und aktuelle Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs, queer-feministische Perspektiven, Diskriminierungs- und Exklusionsmechanismen sowie Strategien von Inklusion und Gleichstellung. Darüber hinaus werden mediale Repräsentationen, Sprache und Körperinszenierungen im Fußball kritisch untersucht. Neben theoretischen Texten werden empirische Studien, Fallanalysen und aktuelle Debatten aus Wissenschaft und Praxis recherchiert und diskutiert.
Ziel des Seminars ist es, die Studierenden zu einer eigenständigen, forschungsorientierten Auseinandersetzung mit geschlechtersoziologischer Fußballforschung zu befähigen. Sie entwickeln eigene Fragestellungen, reflektieren methodische Zugänge und verorten ihre Analysen in aktuellen sozialwissenschaftlichen Diskursen.
Arbeitsformen sind die intensive Lektüre wissenschaftlicher Literatur, diskussionsorientierte Sitzungen, Kurzinputs, Gruppenarbeiten sowie die Bearbeitung kleiner Forschungs- oder Analyseprojekte.

Semester: ST 2026