In den 1970er Jahren wurde das Projekt einer »Materialistischen Literaturwissenschaft« angegangen, die dezidiert als Gegenentwurf zu textimmanenten, geistesgeschichtlichen, hermeneutischen, strukturalistischen und anderen als idealistisch begriffenen Verfahren der wissenschaftlichen Erschließung literarischer Texte nachgerade in Stellung gebracht wurde.

Im Seminar sollen die in der Veranstaltung »Materialistische Literaturwissenschaft: Theoretische Framings und methodische Perspektiven« erarbeiteten theoretischen Grundlagen und methodischen Implikationen verschiedener Ansätze einer Materialistischen Literaturwissenschaft exemplarisch anhand literarischer Texte verschiedener Genres u.a. zu Themenfeldern wie Gewalt, Arbeit, Ausbeutung oder Selbstoptimierung erprobt werden. Voraussetzung zur erfolgreichen Mitarbeit in diesem Seminar ist daher die Teilnahme an der Veranstaltung »Materialistische Literaturwissenschaft: Theoretische Framings und methodische Perspektiven« (Fr. 12-14 Uhr). 

Semester: ST 2026