
Der Kurs „Russland und Japan: Imperiale Begegnungen im Nordpazifik“ richtet sich an fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende der Geschichtswissenschaften bzw. der Ostasienwissenschaften. Neben einem Vorbereitungsworkshop (20.04.2026) besteht der Kurs vor allem aus einer Exkursion in den Pfingstferien nach Japan (20.05.–01.06.2026), um dort Hokkaidō als historische und gegenwärtige Grenz- und Kontaktzone zwischen Japan und Russland zu untersuchen. Dabei werden theoretische Ansätze der Frontier- und Borderland Studies anhand der Kolonialgeschichte, der Ainu-Kultur und imperialer Rivalitäten vertieft. Der Vorbereitungsworkshop, Referate, Besuche von Museen und historischen Schauplätze sowie ein internationaler Workshop und eine Walking Lecture in Tokyo dienen als Grundlage der Erforschung der russisch-japanischen Grenzregion. Ziel ist es, Grenzräume, koloniale Dynamiken und russisch-japanische Beziehungen multiperspektivisch zu analysieren und theoretische Modelle auf konkrete Orte anzuwenden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der japanischen und osteuropäischen Geschichte sowie der Austausch mit japanischen Studierenden fördern ein tiefes Verständnis für transnationale Perspektiven.
- Kursleiter/in: Anke Scherer
- Kursleiter/in: Sören Urbansky