Im Rahmen der Vorlesung wird schwerpunktmäßig die Regelungsmaterie des Buchs III des CIC/1983 – Verkündigungsdienst der Kirche (De Ecclesiae munere docendi) – behandelt. Insoweit Kirche von ihrem Wesen her missionarisch ist, versteht sie die Weitergabe der Botschaft Jesu als ihren ureigenenAuftrag. Aus rechtlicher Sicht muss dabei sichergestellt werden, dass das Glaubensgut in der Kirche unverändert bewahrt wird. Hier   stellt vor allem das Lehramt durch die ihm zugesprochene Kompetenz, in Glaubens - und Sittenfragen verbindlich zu lehren, einen Garant für das unverfälschte Bewahren der christlichen Botschaft dar. Durch die Pflicht zum Gehorsam gegenüber den geistlichen Hirten wird geregelt, wie die Gläubigen den lehramtlichen Äußerungen mit unterschiedlichen Verbindlichkeitsgraden zu begegnen haben. Doch kommt kirchliche Verkündigung nicht allein in lehramtlichen Äußerungen zum Tragen. Trägerinnen und Träger des Verkündigungsauftrags sind alle Getauften. So findet die Weitergabe der christlichen Botschaft in vielen unterschiedlichen Kontexten  statt, die im Buch III des CIC zur Sprache kommen: im Rahmen von Erziehung und religiöser Bildung – in den Familien, in Predigt und Katechese, im Religionsunterricht, in theologischen Vorlesungen. Neben dem gesprochenen Wort wirken Druckwerke und soziale Kommunikationsmittel als Medien, die zum Einsatz kommen, um die frohe Botschaft weiterzutragen.