In diesem Seminar werden wir uns mit der Konzeptualisierung der Frau und des Weiblichen in der antiken Philosophie befassen.  Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, wie metaphysische und naturphilosophische Theorie über die Frau und das Weibliche (z.B. das Weibliche als das Unbegrenzte oder als die Materie) die Argumentation über die politisch-soziale Stellung der Frau beeinflusst haben.  Zur Untersuchung dieser Frage werden wir Textstellen von der Epik des Hesiod bis zu den Abhandlungen der Neuplatoniker in der Spätantike analysieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den politischen und naturphilosophischen Schriften von Platon und Aristoteles liegen. Kenntnisse im Altgriechischen und Lateinischen sind keine Voraussetzung für die Teilhabe an dem Seminar.