In der Leitungsstruktur der Kirche kommt den Diözesanbischöfen als Oberhirten der Ortskirchen eine zentrale Stellung zu. Doch wie weit reicht die Vollmacht des bischöflichen Hirtenamts? Welche Kompetenz hat ein Bischof gegenüber den Kirchengliedern seiner Diözese? Wie verhält sich die bischöfliche Vollmacht gegenüber der päpstlichen Kompetenz? Das kirchliche Recht gibt hierauf einige, wenngleich bisweilen keine abschließenden Antworten. Um den Grund und die Grenzen der bischöflichen Hirtengewalt näher zu bestimmen, luden die Kanonistin Sabine Demel und der Kanonist Klaus Lüdicke Kolleginnen und Kollegen ein, die diversen Aspekte des bischöflichen Dienstes vor dem Hintergrund und die mit dem Bischofsamt verbundenen Rechte und Pflichten zu betrachten. Ergebnis dieser Arbeit ist der Sammelband "Zwischen Vollmacht und Ohnmacht. Die Hirtengewalt des Diözesanbischofs und ihre Grenzen", in dem die Rolle des Diözesanbischofs vor dem Hintergrund des historischen Befunds gegenüber den diversen Personen und Personengruppen in der Kirche wie in den unterschiedlichen Rechtsgebieten des  Kirchenrechts herausgearbeitet wird. Dieser Band und die in ihm gebündelten Themen und Fragestellungen werden im Rahmen des Seminars bearbeitet und zum Gegenstand der Diskussion gemacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen so im Laufe des Semesters einen umfänglichen Überblick darüber, wie das Amt des Diözesanbischofs im Recht der Kirche bestimmt ist