Worin besteht das spezifisch Christliche theologischer Ethik – oder anders formuliert: Braucht ein Christ Gott für die Moral? In der Tradition wurde diese Frage immer wieder gestellt und das Verhältnis zwischen Glaube und Handeln ganz unterschiedlich bestimmt. Dabei wurden kontroverse Konzepte vertreten. Während die einen in Gott den Garanten für die Moral sahen, setzten andere auf die praktische Vernunft zur Begründung ethischer Normen. So entwickelten sich ganz unterschiedliche Modelle und Antworten auf die Frage nach der eigentlichen Bedeutung des Glaubens für die Ethik. Die Vorlesung will diese Modelle vorstellen und dann systematisch-theologisch reflektieren, welche Bedeutung der Bibel, der Natur, dem Gewissen und der Vernunft innerhalb einer theologischen Fundamentalethik zukommt und welches Profil einer Ethik im Horizont des christlichen Glaubens sich aus diesen Überlegungen ergibt.

Hinweis: Für die Organisation der Veranstaltung ist eine Anmeldung der Studierenden aller Studiengänge über VSPL notwendig.

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Literaturhinweise:

Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Demmer, Klaus: Selbstaufklärung theologischer Ethik. Themen-Thesen-Perspektiven, Paderborn 2014.

Goertz, Stephan: Sie konnten zueinander nicht finden? Moraltheologische Überlegungen zum Verhältnis zwischen Glaube und Moral, in: Leinhäupl-Wilke, Andreas/Striet, Magnus (Hg.): Katholische Theologie studieren. Themenfelder und Disziplinen, Münster 2000, 204-222.

 Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.