Unter Sozialisation verstehen wir einerseits die Übernahme institutionalisierter Normen und Handlungsprinzipien, andererseits die Herausbildung einer Identität. In dieser Veranstaltung soll die sozialisatorische Bedeutsamkeit der Kernfamilie fokussiert werden. In einer vierstündigen Auftaktsitzung werden wir hierzu grundlegende psychoanalytische und strukturalistische Ideen (u.a. Freud und Lévi-Strauss) in den Blick nehmen. In der folgenden zweitägigen Blockveranstaltung werden anhand dieser Grundlagen insbesondere familientheoretische und sozialisationstheoretische Perspektiven auf die Kernfamilie eingenommen und ausdifferenziert. Neben der Lektüre grundlegender theoretischer Perspektiven, werden wir die der Kernfamilie eigenen Strukturmerkmale auch anhand von Fallbeispielen exemplarisch rekonstruieren.