Zunächst erfolgt eine Einführung in die Produkte, Anwendungen und Eigenschaften warmgewalzter, niedriglegierter Stähle sowie in die Prozessschritte zur Herstellung von Warmband und Grobblech. Anschließend wird die Bedeutung der Modellierung in der industriellen Praxis am Beispiel der Stahlherstellung erläutert.

Im Hauptteil der Vorlesung werden die metallkundlichen Mechanismen entlang des Fertigungsprozesses von Warmband und Grobblech erläutert und Modelle für Ausscheidungsbildung und –auflösung, Austenitkornwachstum, Verfestigung, Erholung, dynamische und statische Rekristallisation sowie Phasenumwandlungen vorgestellt und verglichen.

Schließlich wird gezeigt, wie sich der Einfluss der zuvor behandelten Phänomene auf die mechanischen Eigenschaften des Endproduktes zusammenfassen und in ein industriell anwendbares Gesamtmodell überführen lässt.

Zum Abschluss der Vorlesung wird die industrielle Anwendbarkeit von unterschiedlichen Modellierungsansätzen an Beispielen aus der Stahlherstellung erläutert.

Im Anschluss an die Vorlesung erarbeiten die Studierenden jeweils einen Seminarvortrag zu unterschiedlichen, vorgegebenen Einflussfaktoren auf die mechanisch-technologischen Eigenschaften niedriglegierter Stähle. Hierzu wird zunächst in Eigenarbeit eine Literaturrecherche durchgeführt, die dann in Form eines Seminarbeitrages an Hand einer selbst erstellten Präsentation allen Teilnehmenden an einem separaten Seminartermin vorgestellt wird.