In Zeitalter der Globalisierung und des „Wettbewerbs der Rechtsordnungen“ bleiben die nationalen Märkte nicht mehr den inländischen Rechtsformen vorbehalten. Vielmehr tummeln sich seit einigen Jahren einerseits im Inland ausländische Rechtsformen und andererseits steht inzwischen deutschen Rechtsformen der Weg ins Ausland offen. Hinzu treten supranationale europäische Rechtsformen, die in allen Mitgliedstaaten gleichermaßen aktiv sein können, sowie die Frage, wie sich der Brexit auf derzeit in Deutschland aktive Scheinauslandsgesellschaften englischen Rechts auswirken wird.

Die Vorlesung behandelt Nutzen und Nachteile grenzüberschreitender Gesellschaften und vermittelt die zum Umgang mit diesem Phänomen unerlässlichen Rechtskenntnisse. Behandelt werden insbesondere das internationale Gesellschaftsrecht als Teildisziplin des internationalen Privatrechts, das Recht der europäischen Rechtsformen, insbesondere der Europäischen Aktiengesellschaft als „Flaggschiff“ des Europäischen Gesellschaftsrechts, sowie das Europäische Konzernrecht und die Grundzüge des Rechts der gesellschaftsrechtlichen Richtlinien.

Die Vorlesung wendet sich vor allem an Studierende im Schwerpunktbereichsstudium, doch auch andere Hörer sind willkommen. Vorkenntnisse im Kapitalgesellschaftsrecht und im Internationalen Privatrecht sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt. Es wird eine Vorlesungsabschlussklausur für den Schwerpunktbereichs 3 (Unternehmen und Wettbewerb) und für das Intensivkurszertifikat „Unternehmensrecht“ angeboten.