Gegenwärtig hat der Körper in besonderem Maße Konjunktur. Ob in Fernsehformaten wie „Germanys next Topmodel“ oder "The Swan - Endlich schön", ob in Werbeslogans der wachsenden Fitness- und Kosmetikindustrie wie "Mc Fit. Einfach gut aussehen", oder in besonderen Körperkultpraktiken wie Tätowierungen und Piercings: der menschliche Körper wird zunehmend zum individuellen Gestaltungsprojekt des Einzelnen und damit zum besonderen Instrument der jeweiligen Selbstinszenierung. Doch wie lässt sich dieses Projekt charakterisieren? Gibt es altersspezifische Unterschiede? Arbeiten Frauen an anderen „Projekten“ als Männer? Welche sozialen Normen werden hier verkörpert, welche soziokulturellen Unterschiede gibt es?
Im folgenden Seminar soll diesen Fragen nachgegangen und damit ein vieldimensionaler Zugriff auf unterschiedliche Körperkonzepte geworfen werden. Hierbei wird insbesondere zu prüfen sein, wie diese Konzepte mit der jüdisch-christlichen Vorstellung zum Körper ins Gespräch gebracht werden können und welche theologisch-religionspädagogischen Herausforderungen sich hieraus ergeben.