030270 Theorien der Schule Heterogenität und Schule

Die Fragen nach der Bedeutung (sozialer) Ungleichheit bzw. der Heterogenität von Schülerinnen und Schülern in der Schule und andersherum nach dem Stellenwert der Schule hinsichtlich der Erzeugung oder einer Reduktion von Ungleichheiten rücken regelmäßig ins Zentrum der schulpädagogischen Reflexion. Dabei kennzeichnen nicht zuletzt die gegenwärtigen programmatischen Auseinandersetzungen um eine „Individualisierung“ von Unterricht und die Einführung einer „inklusiven Schule“ eine Dominanz einer „pädagogisch-normativen Perspektive“ (Wischer 2013), in der die organisationale und institutionelle Verfasstheit des Schulischen tendenziell verkürzt betrachtet wird oder mitunter ganz aus dem Blick gerät. Hier setzt das Seminar an, indem die im Diskurs aufgeworfenen Fragestellungen aus einer schultheoretisch-analytischen Perspektive heraus reformuliert und diskutiert werden sollen. Davon ausgehend wird auch nach dem Verhältnis zwischen normativ-programmatischer Reflexion bzw. schulpädagogischen Selbstbeschreibungen und der strukturellen Verfasstheit von Schule gefragt.