Das vergleichsweise neue Feld der Transnationalen Geschichte hat sich in den letzten beiden Jahr-zehnten dynamisch entwickelt. Vor dem Hintergrund politischer Diagnosen, die die Bedeutung der Nation als hegemonialem Rahmen reduziert sahen und dagegen die globalisierte und vernetzte Welt als den wesentlichen Kommunikations- und Handlungsraum setzten, entwickelten sich auch in der traditionell der nationalen Geschichtsschreibung verbundenen Geschichtswissenschaft neue Forschungszugänge und -themen mit hohem Aktualitätsbezug, wie u.a. die Geschichte der Globalisierung, der Ökonomie und der globalen Migrationen. Die aus dieser Entwicklung produktiv hervorgegangenen fachlichen Schwerpunkte „Transnationale Geschichte“, „Globalgeschichte“ und „Weltgeschichte“ stoßen auf reges Interesse. In dieser Übung  beschäftigen wir uns mit den Grundlagentexten zur Transnationalen Geschichte, verorten diesen Zugang im breiten Feld der Geschichtswissenschaften und lernen Alternativen kennen.

Einführende Literatur:

Jürgen Osterhammel, „Transnational“ History of Society: Continuity or New Departure? in: Heinz-Gerhard Haupt / Jürgen Kocka (Hg.), Comparison and Transnational History: Central European Approaches and New Perspectives, New York / Oxford: Berghahn Publishers 2009, S. 39-51.