Theater machen. Sich in Szene setzen

Teil 1: Theater machen hat zwei Bedeutungen: Einmal kann es das Erarbeiten einer gezielt eingeübten Präsentation vor Publikum sein oder ein übertriebenes (manchmal auch unechtes) Handeln vor Anderen. Aus beiden Vorgängen kann jeder persönlich für seine (Selbst)Darstellungskompetenzen profitieren. Eine Einführung in die Grundlagen schauspielerischer Mittel erweitert das körperliche und stimmliche Präsentationspotential. Auch das Sich-in-Szene-setzen vor einem geladenen Auditorium oder zufälligen Passanten ist ein gutes Übungsfeld. Zum Thema Selbstinszenierung werden Texte aus der Theaterwissenschaft, der Theater- und Schauspielpädagogik vorgestellt und diskutiert


Teil 2: Im Praxisteil werden praktische Übungen aus der Theater- und Schauspielpädagogik zu Präsenz, Improvisation, Körper und Stimme durchgeführt. Für die Abschlusspräsentation sollen selbstgeschriebene oder aus einem Theatertext Szenen einstudiert werden.


Ensemble I: 2,5 st. mo 16-18 h, MZ 01/02 (Probebühne)
Ensemble II: 2,5 st. mo 18-20 h, MZ 01/02 (Probebühne)
Ensemble III: 2,5 st. mo 20-22 h, MZ 01/02 (Probebühne)
Ensemble IV: 2,5 st. di 16-18 h, MZ 01/02 (Probebühne)
Ensemble V: 2,5 st. mi 16-18 h, MZ 01/02 (Probebühne)

Generalprobe für alle Mitwirkenden verpflichtend: Do, 25.01.18, ab 18 h

Bertolt Brecht veröffentlichte Ende 1937 unter dem vorläufigen Titel „Die Angst“ die ersten fünf Szenen zu Pressemeldungen und Augenzeugenberichten aus dem faschistischen Deutschland. Er sah die Verhältnisse im »Reich« mit dem scharfen Blick der Emigranten und beschrieb sie mit knapper, realistischer Genauigkeit. Heute hat das Stück vierundzwanzig Szenen, die das Bild des Faschismus und der ihn konstituierenden Mentalität zeichnen. Für Brecht sind es „Gesten des Verstummens, sich Umblickens, Erschreckens usw., die Gestik unter Diktatur“.
80 Jahre ist es spannend zu untersuchen, was sagt heute dieser Text Studierenden in einer politischen Debatte, in der Populismus und Extremismus tagesaktuell sind?
Das Stück wird von fünf kleinen Ensembles aufgeführt. Wer Interesse hat, kann sich in einem der fünf Ensembles anmelden. Pro Ensemble mit maximal sechs Teilnehmenden werden zwischen zwei bis fünf Szenen einstudiert.