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Dieses Seminar widmet sich der Frage, wie wissenschaftliches Wissen entsteht und wessen Perspektiven dabei systematisch ausgeblendet, marginalisiert oder abgewertet werden. Gemeinsam untersuchen wir, wie soziale Machtverhältnisse wissenschaftliche Praktiken, Theorien und Institutionen prägen und welche alternativen Perspektiven an den Rand gedrängt werden. Wir klären zunächst grundlegende Begriffe wie Marginalisierung, Diskriminierung und Intersektionalität. Darauf aufbauend befassen wir uns mit der Rolle von Frauen in der Wissenschaftstheorie und diskutieren, wie sich das Selbstverständnis der Disziplin aus feministischer Perspektive verändert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf konkreten wissenschaftlichen Feldern: Wir betrachten die Beiträge und Ausschlüsse von Frauen in der Botanik und in der Medizin und analysieren, wie koloniale Machtstrukturen Wissensbestände geformt und verdrängt haben. Weitere Themen sind Formen indigenen Wissens, Race Science und Ableismus in der Wissenschaft. Ziel des Seminars ist es, ein differenziertes Verständnis davon zu entwickeln, wie Wissen situiert ist, welche Stimmen in der Wissenschaft gehört werden – und welche nicht – und welche Konsequenzen dies für eine gerechtere Wissenschaftspraxis hat.

Im Seminar werden überwiegend deutschsprachige Texte gelesen, ergänzt durch ausgewählte englischsprachige Aufsätze. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Vorkenntnisse in Wissenschaftstheorie oder Naturwissenschaften sind nicht erforderlich – entscheidend sind die Bereitschaft zur sorgfältigen Lektüre und zur engagierten Diskussion.

Leistungsanforderungen:

  • regelmäßige und aktive Teilnahme an den Sitzungen
  • Ăśbernahme einer kurzen Vorstellung (Impulsreferat) zu einem der Seminartexte
  • Erstellung eines wissenschaftlichen Posters zu einem Seminarthema in Gruppenarbeit

Details zu Anforderungen und Möglichkeiten zu weiteren Leistungen (Essays, Hausarbeiten u.ä.) werden in der ersten Sitzung besprochen.

Semester: ST 2026
Self enrolment (Teilnehmer/in)
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